Fortbildungsbedarf

DUH fordert Allianz für Klimaschutz

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert ein breites Bündnis aus Landwirtschaft, Handwerk und Umweltverbänden, um den Wirtschaftsaufschwung von unten zu fördern und gleichzeitig wichtige Fortschritte im Klimaschutz zu machen. Mehr Handwerksbetriebe sollten Solaranlagen installieren können.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Radolfzell (red) - Die Deutsche Umwelthilfe forderte in dieser Woche eine Allianz für Klimaschutz und Arbeitsplätze. "Bei mehreren Wahlkampfveranstaltungen zu erneuerbaren Energien ist deutlich geworden, dass aktuell die beste Möglichkeit, schnell Arbeitsplätze in Deutschland zu schaffen, der Klimaschutz ist", erläuterte Jörg Dürr-Pucher, DUH-Bundesgeschäftsführer, in dieser Woche.

Insbesondere die Landwirte Deutschlands würden derzeit einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Wirtschaftskraft leisten. Sie investierten viele Millionen Euro in die Erzeugung von Strom und Wärme durch Solar- und Biogasanlagen. Damit würden dauerhaft Arbeitsplätze geschaffen und für eine ausgewogenere Wirtschaftsstruktur und größere Wertschöpfung, gerade in strukturschwächeren Regionen gesorgt. Auch im Handwerk setze sich mehr und mehr die Erkenntnis durch, dass mit Holzpellets-Heizungen, Solarthermieanlagen und Solarstromanlagen sowie mit den ersten Geothermieprojekten Geld verdient werden kann.

"Auch im Falle eines Regierungswechsels gehen wir davon aus, dass das EEG bis zum 31.12.2007 unverändert fortbestehen wird", sagte Dürr-Pucher weiter. Die FDP stehe mit ihrer destruktiven Haltung zur Abschaffung des Erfolgsmodells EEG auf weiter Flur alleine da.

Ein Hemmnis beim Ausbau der erneuerbaren Energien ist die Tatsache, dass bislang nur 50 Prozent der Handwerksbetriebe Solaranlagen und Holzpellets-Heizungen installieren können. Die Deutsche Umwelthilfe fordert deshalb alle Verantwortlichen auf, in die Fortbildung der traditionsreichen Handwerksbetriebe zu investieren. Hier liege ein Schlüssel zur schnellen Einführung von Geothermie-Heizungen, Holzpellets-Heizungen und Solaranlagen. Deshalb sollte ein breites Bündnis aus Landwirtschaft, Handwerk und Umweltverbänden geschmiedet werden, um den Wirtschaftsaufschwung von unten zu fördern und gleichzeitig wichtige Fortschritte im Klimaschutz zu machen.