Strom-News
PreisvergleichEin Preisvergleich für Privathaushalte zeigt, dass der Strompreis nicht billiger wird, wenn der Anteil von Atomstrom sinkt, so die DUH. Besonders für Familienhaushalte bietet sich der Stromanbieterwechsel an, da diese bei Ökostrom-Anbietern meist weniger bezahlen.
Berlin (red) - Deutsche Haushalte müssen statistisch umso mehr für ihren Strom bezahlen, je größer der Atomstromanteil im Strommix ihres Versorgers ist. Das ist das Ergebnis eines Preisvergleichs von über hundert Stromtarifen im ganzen Bundesgebiet von der Deutschen Umwelthilfe e. V. (DUH). Dabei gilt der Anstieg des Strompreises mit dem Atomstromanteil gleichermaßen für Jahresstromverbräuche der Haushalte von 1.000, 3.000 oder 5.000 Kilowattstunden.
Gleichzeitig bestätigt die Untersuchung, dass Ökostrom in Deutschland keineswegs mehr systematisch teurer ist als Atom- oder klimaschädlicher Kohlestrom, so die Umweltschützer weiter. Ein Stromvergleich zeige, dass bei einem Verbrauch von 1.000 Kilowattstunden pro Jahr (entspricht etwa dem Verbrauch von Single-Haushalten) der Preis mit dem Anteil erneuerbarer Energien leicht ansteigt, bei Verbräuchen von 3.000 oder 5,000 Kilowattstunden (kleinere und größere Familienhaushalte) sinkt er jedoch.
Mit dem Anteil an fossilen Energieträgern im Strommix sinke der Preis in allen drei Verbrauchsklassen noch leicht. Dies könne sich jedoch wegen der in den nächsten Jahren tendenziell wachsenden Kosten für die CO2-Verschmutzungsrechte schnell ändern, erklärte der Bundesgeschäftsführer der DUH, Rainer Baake.
Derzeit bieten mit den Elektrizitätswerken Schönau EWS, Lichtblick, Greenpeace energy und Naturstrom AG vier konzernunabhängige Stromunternehmen bundesweit Ökostrom an. Der Wechsel des Versorgers können Verbraucherinnen und Verbraucher in nur wenigen Minuten durchführen.
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