Dünnschicht-Sonnenzellen: Moderne Fabrik eröffnet

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com
In Marbach am Neckar (in der Nähe von Stuttgart) ist heute die - nach Unternehmensangaben - weltweit modernste Fabrik für Dünnschicht-Sonnenzellen eingeweiht worden. 30 Millionen Mark hat die Würth Solar GmbH & Co. KG in die Pilotfabrik investiert. Neben ihr sind am Marbacher Unternehmen die EnBW (20 Prozent) und das Stuttgarter Zentrum für Sonnenenergie und Wasserstoff-Forschung (ZSW) mit 0,5 Prozent beteiligt. In der Fabrik sollen in einer ersten Probephase pro Jahr etwa 10 000 Quadratmeter der neuen Solarmodule hergestellt werden. Das entspricht einer Leistung von 1,2 Megawatt, etwa so viel, wie 300 deutsche Haushalte pro Jahr an Strom verbrauchen.


Zukünftig soll die Produktion aber auf mindestens zehn Megawatt pro Jahr aufgestockt werden. Ab dieser Menge seien dann auch die Produktionskosten deutlich niedriger als bei der traditionellen Siliziumtechnik. Bei dem hochmodernen Herstellungsverfahren wird eine etwa tausendstel Millimeter dicke elektrisch leitende Schicht aus Kupfer, Indium und Selen auf zuvor präpariertes Glas aufgedampft. Darüber werden anschließend Schutz- und Kontaktschichten aufgebracht sowie eine zweite schützende Glasplatte. Das schütze die Sonnenzelle vor Umwelteinflüssen.