Erderschütterungen vermindern

DSK will Abbaustrategie in der Primsmulde Süd ändern

Die Deutsche Steinkohle AG (DSK) will ihre Abbaustrategie in der Primsmulde Süd ändern. Zukünftig solle das bisherige Doppelstreb-Verfahren auf zwei Einzelstrebe umgestellt werden. Die DSK erhofft sich dadurch eine Verminderung der bergbaubedingten Erderschütterungen.

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Saarbrücken (ddp-rps/sm) - Dieser Vorschlag zur Umstellung des Verfahrens sei am Montag beim Bergamt eingereicht worden, so DSK-Chef Bernd Tönjes. Der bisher fast parallel laufende Abbau der beiden Streben in der Primsmulde soll nach dem Vorschlag der DSK bis auf etwa 400 Meter auseinandergezogen werden. Dazu müsste ein Streb etwa zwei bis drei Monate mit hoher Geschwindigkeit vorangetrieben werden, während der zweite in der gleichen Zeit nur mit einer Geschwindigkeit von "nahe null" abgebaut würde.

Für die DSK würde dies laut Tönjes Mehrkosten von etwa zehn Millionen Euro bedeuten. Dies wolle die DSK aber in Kauf nehmen, um die Erderschütterungen zu verringern. Allerdings könne auch dann keine Garantie für ein Ende der Beben abgegeben werden, betonte Tönjes.

Mit diesem Kompromissvorschlag reagiert das Unternehmen auf die Ankündigung des Bergamtes, möglicherweise nur noch den Abbau eines statt beider Streben zuzulassen. Dies würde praktisch das Ende des Bergwerks Saar aus betriebswirtschaftlicher Sicht bedeuten, sagte Tönjes. Über die geplanten Änderungen muss nun die Bergbehörde entscheiden. Wann eine Entscheidung fällt, ist noch offen.