Umfangreiches Datenmaterial

DSK weist Kritik der schwarz-gelben Koalition zurück

Der Streit um die Ewigkeitskosten des Steinkohle-Bergbaus spitzt sich weiter zu. Die Deutsche Steinkohle AG (DSK) wies in Herne Kritik der Regierungsfraktionen von CDU und FDP an DSK-Chef Bernd Tönjes zurück. Er habe "umfangreiches Datenmaterial" vorgelegt, die Reaktionen seien "verwunderlich".

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Herne (ddp-nrw/sm) - In einem Eilantrag, den die Fraktionen am Donnerstag in den Landtag einbringen wollen, heißt es, Tönjes sei dem Wirtschaftsausschuss des Landtags "sämtliche Antworten" zu den Ewigkeitskosten schuldig geblieben.

Richtig sei vielmehr, dass Tönjes "umfangreiches Datenmaterial" hierzu vorgestellt habe, betonte das Unternehmen. "Umso verwunderlicher sind Reaktionen von Teilen der CDU und der FDP, die in keinem Verhältnis zu der sehr ausführlichen und sachlichen Diskussion im Wirtschaftsausschuss stehen", hieß es weiter. Dem DSK sei an seiner "sachlichen und umfassenden Diskussion gerade im Interesse der rund 34 000 Beschäftigten und ihrer Familien gelegen".

Das Kohleunternehmen begrüßte zugleich "das gemeinsame Vorgehen von Bund und Land" bei der Beauftragung eines Gutachtens zur Ermittlung der Altlasten. Vertreter von Bundes- und Landesregierung hatten sich am Freitag darauf verständigt, dass die Bundesregierung ein solches Gutachten in Auftrag gibt. Hintergrund ist der für das kommende Jahr angestrebte Börsengang des Bergbaukonzerns RAG.

Das Unternehmen will seinen Technologiebereich mit dem Spezialchemie-Unternehmen Degussa im Zentrum an die Börse bringen. Der in der Tochter DSK ausgelagerte Bergbaubereich soll dann den bisherigen Plänen zufolge in eine Stiftung ausgelagert werden. Die Altlasten des Bergbaus wie die Altersvorsorge der Bergleute sollen aus den Erlösen des Börsengangs finanziert werden.