Bergbau wieder aufnehmen?

DSK stellt Eilantrag gegen Abbaustopp im Flöz Grangeleisen

Die Deutsche Steinkohle AG (DSK) hat beim Verwaltungsgericht Saarlouis einen Eilantrag zur Aufhebung des vorläufigen Abbaustopps im umstrittenen Flöz Grangeleisen gestellt. Mit dem Eilantrag will die DSK eine möglichst schnelle Wiederaufnahme der Förderung erreichen.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Saarbrücken/Saarlouis (ddp/sm) - Das Bergamt hatte Ende September den vorläufigen Stopp und die Durchführung des sogenannten Hydro-Frac-Verfahrens zur Minimierung von Bergschäden angeordnet. Zwei Versuche zur Anwendung dieses Verfahrens hätten jedoch aufgrund der geologischen Situation nicht zum Erfolg geführt, sagte DSK-Sprecher Karl-Heinz Pohmer am Mittwoch auf ddp-Anfrage. Weitere Versuche machten aufgrund von Expertenerkenntnissen keinen Sinn.

Bis zu einer Entscheidung sei nicht auszuschließen, dass für die rund 450 Mitarbeiter Kurzarbeit angemeldet wird, sagte Pohmer. Ein Ersatz der Fördermenge aus Grangeleisen etwa durch Importkohle sei nicht möglich, da die saarländischen Kraftwerke technisch auf die Qualität heimischer Kohle ausgerichtet seien. Wann das Verwaltungsgericht über den Eilantrag entscheidet, ist noch offen.

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