Genehmigungsverfahren

DSK kündigt Antrag für Kohleabbau in "Primsmulde Nord" an

Die Deutsche Steinkohle AG (DSK) will in den nächsten Tagen eine sogenannte planerische Mitteilung für den Kohleabbau in der Primsmulde Nord einreichen. Mit dieser Mitteilung an das Oberbergamt werde das Genehmigungsverfahren sowie eine Umweltverträglichkeitsprüfung in Gang gesetzt.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Saarbrücken (ddp-rps/sm) - Allerdings wolle die DSK zunächst nur für zwei der vier möglichen Abbauhöhen eine Genehmigung beantragen, DSK-Vorstandschef Bernd Tönjes. Dies würde bedeuten, dass von den möglichen 20 Millionen Tonnen zunächst nur die Hälfte abgebaut werden soll.

Die Kohlevorräte im derzeitigen Abbaugebiet Primsmulde Süd seien bis zum Jahr 2011 erschöpft, sagte Tönjes. Bis dahin sei aber ein sozialverträglicher Ausstieg aus der Kohleförderung im Saarland nicht zu realisieren, daher sei eine Fortsetzung der Förderung notwendig. Er verwies zudem darauf, dass es in dem grundsätzlichen Beschluss der Bundesregierung zum Kohleausstieg bis 2018 eine Revisionsklausel gebe, wonach der Ausstiegsbeschluss 2012 angesichts der dann aktuellen Entwicklungen noch einmal überprüft werden soll.

Derzeit beschäftigt die DSK nach eigenen Angaben noch rund 4900 Mitarbeiter, hinzu kommen noch einmal so viele in den Umfeldunternehmen.

Vor der Sitzung des Wirtschaftsausschusses hatten sowohl Bergbaugegner als auch Mitglieder der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie (IGBCE) vor dem saarländischen Landtag für ihre jeweiligen Interessen demonstriert.