Einsparpotenziale nutzen

Druckluftkampagne verläuft erfolgreich

"Allein in Deutschland verbrauchen wir für die Drucklufterzeugung der knapp 62 000 Anlagen jährlich etwa 14 Terawattstunden Strom. Das sind immerhin sieben Prozent des gesamten Stromverbrauchs im verarbeitenden Gewerbe. Davon könnten jedoch knapp 30 Prozent eingespart werden", erläutert Stephan Kohler, Geschäftsführer der dena, das enorme Einsparpotenzial.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Er deutete es als ein gutes Zeichen, dass die aktuelle "Druckluft effizient"-Messkampagne bisher auf große Resonanz gestoßen ist. "Mit der Messkampagne machen wir den unsichtbaren Wirkungsgrad der Anlagen sichtbar", betont Projektleiter Dr. Peter Radgen vom Fraunhofer Institut Systemtechnik und Innovationsforschung (Fraunhofer ISI) und verwies auf das beeindruckende Ergebnis: "Das Einsparpotenzial bei den Unternehmen liegt nicht selten zwischen 30 und 40 Prozent."

Zahlreiche Unternehmen hätten die Ergebnisse der "Druckluft effizient"-Messkampagne bereits für sich genutzt und ihre Anlagen optimiert. Dabei handelt es sich überwiegend um relativ einfache Maßnahmen, mit denen bereits erstaunlich hohe Einsparerfolge erzielt werden konnten: Beispielsweise die Beseitigung der Leckagen, die Verminderung der Druckverluste im Verteilsystem oder auch die regelmäßige Wartung der Filterelemente. Rechnet man die Ergebnisse der "Druckluft effizient"-Messkampagne für das gesamte verarbeitende Gewerbe in Deutschland und seine fast 50 000 Betriebe hoch, wird das bundesweite Potenzial deutlich: Jährlich könnten etwa 2,8 Milliarden Kilowattstunden Strom eingespart werden. Das entspricht immerhin dem Jahresverbrauch der 920 000 Hamburger Privathaushalte.

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