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"Druckluft effizient": Mit Informationen Energie sparen

Druckluftnutzer verbrauchen oftmals bis zu 40 Prozent mehr Energie als nötig wäre. Um über die Verschwendung zu informieren, haben das Fraunhofer-Institut ISI, die dena und der VDMA die Kampagne "Druckluft effizient" ins Leben gerufen. Hier erhalten Interessenten kostenlose Informationen und eine Analyse ihrer Anlagen.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Nutzer von Druckluft können bis zu 40 Prozent Energie und Kosten einsparen, wenn die Anlagen in Industrie- und Handwerksbetrieben auf dem neusten technischen Stand wären. Aus diesem Grund wurde vor einem Jahr die bundesweite Kampagne "Druckluft effizient" gegründet, bei der Interessenten kostenlos Informationen und eine Analyse ihrer Druckluftanlagen erhalten.

Derzeit sind in Deutschland 60 000 Druckluft-Anlagen installiert. Sie verbrauchen jährlich 14 Milliarden Kilowattstunden Strom. Das entspricht dem gesamten Strombedarf der Deutschen Bahn und muss von vier Kohle- oder 1,3 Atomkraftwerken erzeugt werden. Dabei könnten jährlich 200 Millionen Euro und 1,7 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Emissionen eingespart werden. Vergangene Woche zogen die Projektpartner – Fraunhofer-Institut für Systemtechnik und Innovationsforschung ISI, Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) und Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) – auf einer Tagung in Würzburg eine erste Bilanz: "Das enorme Interesse an unserem Informationsangebot und den kostenfreien Messungen zeigt, dass wir mit der Kampagne das richtige Thema getroffen haben".

Unter www.druckluft-effizient.de gibt es kostenfreie Informationen zur energieeffizienten Druckluftanwendung. Hier können sich Betriebe auch für eine kostenlose Analyse ihrer Druckluftanlagen anmelden. "In einem Betrieb haben die Messungen ergeben, dass 25 Prozent der erzeugten Druckluft durch undichte Stellen verloren gehen", gab Dr. Ernst Rothstein vom VDMA ein Beispiel. In den kommenden drei Jahren will die Kampagne noch mehr Druckluftanwender erreichen. Ein Benchmarking soll das Einsparpotenzial von Anlagen aller Branchen und Größen vergleichen. Pilotprojekte sollen neue Drucklufttechnologien fördern und Weiterbildungsseminare über Druckluft als Wirtschaftsfaktor informieren. Die kostenlose Messung von Druckluftanlagen läuft noch bis Ende 2002.

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