Schnelles Reagieren nötig

Dritter Teil des UN-Berichts: Klimawandel ist vermeidbar

Die Industrienationen verfügen über die wirtschaftlichen und technischen Möglichkeiten, um den Klimawandel zu stoppen. Sie müssen allerdings schnell reagieren. Das sind die Kernaussagen des dritten Teils vom UN-Klimabericht, wie die "Bild"-Zeitung (Montagausgabe) berichtet.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Hamburg (ddp/sm) - Danach seien die Hauptverursacher zusätzlicher Emissionen von Treibhausgasen in den nächsten 25 Jahren zwar in den Entwicklungsländern zu finden. Trotzdem bleibe der Pro-Kopf-Ausstoß in den Industrieländern am größten.

Um die Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre langfristig auf mittlerem Niveau zu halten, schlagen die UN-Experten unter anderem vor, die Preise für den Ausstoß von Kohlendioxid im Emissionshandel hochzutreiben und über Standards, Steuern und Subventionen emissionsarme Technologien zu fördern, wie die Zeitung weiter berichtet.

Der ehemalige Leiter des Umweltprogramms der Vereinten Nationen Klaus Töpfer betonte, es sei möglich, den Klimawandel zu stoppen, ohne große Einbußen beim Wohlstand zu machen. "Es gibt die Chance, mit neuen Techniken die Zukunft so zu gestalten, dass wirtschaftliche Stabilität und Klimastabilität vereinbar sind", sagte Töpfer.

Greenpeace-Geschäftsführerin Brigitte Behrens fordert die Bundesregierung auf, den anstehenden G8-Gipfel für eine Trendwende in der Klimapolitik zu nutzen. "Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) muss die führenden Industriestaaten für eine aktive Klimaschutzpolitik gewinnen", sagte Behrens. Der dritte Teil des UN-Klimaberichts soll Anfang Mai in Bangkok vorgestellt werden.