Höhere Bezugskosten

Dresdner Gasversorger erhöht Preis um 16 Prozent

Wegen höherer Bezugskosten wird - nach E.ON Ruhrgas und der Leipziger Verbundnetz Gas - auch die Gasversorgung Sachsen Ost ihre Gaspreise zum 1. Juni erhöhen. Der Arbeitspreis für Erdgas steigt um knapp 16 Prozent auf brutto 5,08 Cent pro Kilowattstunde.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Dresden (ddp-lsc/sm) - Die Gasversorgung Sachsen Ost (Gaso) erhöht ihren wichtigsten Preis für Heizgas um 15,7 Prozent. Ab Juni liegt der Arbeitspreis für Erdgas dann bei brutto 5,08 Cent pro Kilowattstunde, das sind 0,69 Cent mehr als bisher, wie der Geschäftsführer Herbert Marquard der in Dresden erscheinenden "Sächsischen Zeitung" (Samstagausgabe) sagte. Zur Begründung führte er Erhöhungen bei den Bezugskosten für die Gaso an. Die zusätzlichen Einnahmen flössen damit nicht in den Gewinn: "Das Geld kommt in Norwegen, Russland oder den Niederlanden an."

Dem Blatt zufolge planen die Stadtwerke Bautzen ebenfalls eine Erhöhung, die im Juli in Kraft treten soll, während die Dresdner Stadtwerke Drewag den Markt derzeit "beobachten". Das Landeskartellamt hatte erst vor wenigen Wochen bei einer Kontrolle von insgesamt 42 Unternehmen zwei "Preis-Ausreißer" unter den Gasversorgern festgestellt und diese aufgefordert, ihre vergleichsweise hohen Preise zu begründen.

Sollte sich der Anfangsverdacht bestätigen, dass die Unternehmen ihre marktbeherrschende Stellung zur missbräuchlichen Preisgestaltung ausgenutzt haben, werde die Kartellbehörde ein förmliches Verfahren einleiten, kündigte das Wirtschaftsministerium Anfang Mai an.