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AKW-GefährdungsatlasDreiviertel der Deutschen müssen einer Untersuchung zufolge mit der Gefahr leben, bei einem schweren Unfall in einem deutschen Atomkraftwerk radioaktiv verstrahlt zu werden. Der AKW-Gefährdungsatlas der Deutschen Umweltstiftung zeigt, wo das Risiko besonders hoch sei. Besonders gefährdet ist demnach Bremen.
Germersheim (afp/red) - Wie aus dem aktuellen "AKW-Gefährdungsatlas" der Deutschen Umweltstiftung hervorgeht, wohnen im sicherheitsrelevanten Umkreis der an zwölf Standorten betriebenen 17 Atomkraftwerke selbst bei zurückhaltenden Schätzungen jeweils zwischen rund 5,5 und 12,5 Millionen Menschen. Allerdings seien durch einen größten anzunehmenden Unfall weit mehr Bürger in einem viel größeren Umkreis durch die freigesetzten radioaktiven Strahlen betroffen.
Besonders gefährdet sind demnach unter anderem die Menschen im Großraum Bremen, da sie im potenziellen Einzugsgebiet von bis zu sechs Meilern liegen, wie die Stiftung am Dienstag in Germersheim mitteilte. Der anhand von Zahlen des Statistischen Bundesamts von 2007 ermittelten Gefahrenanalyse nach lebten in einem Radius von rund 150 Kilometern um das AKW Krümmel bei Hamburg beispielsweise rund 12,534 Millionen Menschen. Im potenziell bedrohten Umkreis des niedersächsischen Werks Unterweser waren es 11,586 Millionen und in dem von Neckarwestheim bei Heilbronn in Baden-Württemberg 11,88 Millionen.
Die Politik müsse auch mit Blick auf diese Gefahren für einen Ausstieg aus der Atomkraft sorgen, forderte die Stiftung. Es sei "nicht nur unverantwortlich, sondern menschenverachtend", Millionen Menschen in einem so dicht besiedelten Land wie Deutschland dieser Bedrohung auszusetzen, erklärte deren Vorstandsmitglied Hans Günter Schumacher.
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