Frankreich

Drei Tote und 230.000 Haushalte ohne Strom

Mehrere Tote und Verletze muss Frankreich nach einem Stromausfall infolge von Schneefällen melden. Ein Busunglück, ein Autounfall und Schäden an den Stromleitungen waren Folgen des Schneeeinbruchs. 230.000 Haushalte mussten zunächst ohne Strom auskommen.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Straßburg (AFP/red) – Heftige Schneefälle haben im Osten und im Zentrum Frankreichs am Donnerstag für Chaos auf den Straßen und Stromausfälle gesorgt. Bei Unfällen kamen drei Menschen ums Leben, wie die Behörden mitteilten. Im Elsass verlor am Morgen eine 20-jährige Autofahrerin auf glatter Fahrbahn die Kontrolle über ihr Fahrzeug, das gegen einen Baum prallte. Die junge Frau starb wenige Stunden später im Krankenhaus.

Busunglück in Ostfrankreich

Ebenfalls in Ostfrankreich verunglückte in der Nacht zum Donnerstag ein Reisebus mit 21 Passagieren an Bord, der auf der Fahrt von Marokko nach Düsseldorf war. Dabei wurden eine aus Marokko stammende Frau getötet und zwei weitere Passagiere schwer verletzt.

90.000 Haushalte noch ohne Strom

Bereits am Mittwochabend war ein Techniker des für die französischen Stromleitungen zuständigen Konzerns ERDF bei Wartungsarbeiten durch einen Stromstoß getötet worden. Starke Schneefälle hatten die Leitungen beschädigt, anfangs mussten rund 230.000 Haushalte ohne Strom auskommen. Besonders betroffen waren die Alpen, das Zentralmassiv, Ostfrankreich und einige Regionen in den südfranzösischen Pyrenäen. Den Angaben zufolge waren über 1.500 Techniker im Einsatz, um Leitungen zu reparieren. Nach Angaben von ERDF waren am Donnerstagabend noch rund 35.000 Haushalte in drei Regionen ohne Strom.

Quelle: AFP