Kooperation

Dow und EnBW planen integriertes Energiekonzept für Standort Stade

Die beiden Unternehmen wollen am Chemiestandort Stade zusammenarbeiten. Dort soll ein Steinkohlekraftwerk mit einem Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk kombiniert werden. Dow will in Stade so eine langfristige Energieversorgung zu wettbewerbsfähigen Preisen erreichen.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Stade (red) - Der Dow-Konzern will zusammen mit Energie Baden-Württemberg (EnBW) ein integriertes Energiekonzept für den Standort Stade entwickeln. Eine entsprechende Vereinbarung wurde jetzt unterzeichnet. Ziel sei die langfristige, zuverlässige Versorgung des Werkes mit Strom und Dampf zu einem wettbewerbsfähigen Preis. Dies würde zur Sicherung und Entwicklung des Standortes und der am Standort tätigen Unternehmen beitragen.

Die Kooperation beinhaltet die Entwicklung, den Bau und den Betrieb einer in den Chemiestandort integrierten Energieversorgung, bestehend aus der Kombination eines Steinkohlekraftwerks und eines Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerks mit insgesamt über 1000 MW Leistung. Das bereits bestehende Dow-Kraftwerk wird bis zur Realisierung des neuen Konzepts weiter betrieben.

Die Entwicklung des Konzepts soll schrittweise durchgeführt werden; erste Ergebnisse der Studie werden für die zweite Jahreshälfte 2008 erwartet. Vorgesehen ist unter anderem eine Kraft-Wärme-Kopplung, die den Gesamtwirkungsgrad des Kraftwerkes durch eine Weiternutzung von entstehender Abwärme bzw. Dampf in den Dow-Produktionsanlagen merklich steigern kann. Dadurch wird die Effizienz der Anlage erhöht und der CO2-Ausstoß gemindert.

Zusätzlich soll geprüft werden, ob eine weitere CO2-Reduzierung durch den Einsatz von Wasserstoff möglich ist. Wasserstoff fällt bei der Produktion bei Dow Stade als Nebenprodukt an und könnte hier als Energieträger CO2-frei eingesetzt werden.