Antrag überarbeitet

Dong-Projektleiter hält Kraftwerk für genehmigungsfähig

Der dänische Investor Dong Energy hält trotz der geforderten Überarbeitung der Antragsunterlagen an dem geplanten Bau eines Steinkohlekraftwerkes in Lubmin fest. Man habe erwartet, dass die Arbeit der Behörden gründlich sei. Genauere Angaben zu den Ergänzungen machte der Sprecher jedoch nicht.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Schwerin (ddp-nrd/sm) - Dong-Sprecher Jens Nybo-Jenssen bekräftigte, dass der Bau des Werkes noch in diesem Jahr beginnen solle. Die zusätzlichen Unterlagen würden keine "substanziellen Änderungen" für den geplanten Bau nach sich ziehen oder ihn gefährden, sagte Nybo-Jenssen.

Projektleiter Peter Gedbjerg hatte bereits zuvor trotz der verlangten Nachbesserungen die Genehmigungsfähigkeit des Vorhabens betont. "Grundsätzlich sind wir überzeugt, dass unser Kraftwerk genehmigungsfähig ist", sagte er im Gespräch mit der "Schweriner Volkszeitung". Die fehlenden Informationen würden schnellstmöglich nachgeliefert. Er habe keine Bedenken, dass die Fragen nicht beantwortet werden könnten.

Die Staatlichen Ämter für Umwelt und Natur (StAUN) in Stralsund und Ueckermünde hatten als Genehmigungsbehörden am Freitag den Investor in einem Brief zu weiteren Angaben über mögliche Auswirkungen auf die Umwelt verpflichtet. Die Nachforderungen ergeben sich nach Angaben des Umweltministeriums aus geänderten rechtlichen Grundlagen. Zudem seien weitere Gutachten zu technischen Fragen und zu den erwartenden Auswirkungen auf die Umwelt notwendig.

Nybo-Jenssen versicherte, dass Dong die Bedenken der Politik und der Anwohner wegen möglicher Umweltbelastungen ernst nehme. Er verwies zugleich darauf, dass durch den Bau des Kraftwerkes ältere Anlagen vom Netz genommen werden könnten.

Zu der Forderung der SPD nach einer Halbierung der Kraftwerksleistung sagte Gedbjerg, dies sei zwar schwierig. Aber man werde versuchen, die Umweltbelastungen des Kraftwerks zu minimieren. Er bezeichnete Lubmin zugleich als besten Standort in Deutschland. Der Projektleiter verwies auf die entwickelte Infrastruktur und auf das vorhandene ingenieurtechnische und wissenschaftliche Fachpersonal.