Steinkohlekraftwerk in Lubmin

DONG-Projektleiter Gedbterg: "Wir reduzieren den CO2-Ausstoß!"

Das in die Kritik geratene geplante Steinkohlekraftwerk in Lubmin wird nach Ansicht des dänischen Betreibers DONG Energy zur Reduzierung des Kohlendioxideintrags in die Atmosphäre beitragen. Im Gegensatz zu derzeit in Deutschland betriebenen Kraftwerken stoße dieses rund 1,4 Millionen Tonnen weniger CO2 aus.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Lubmin (ddp-nrd/sm) - Die Anlage werde jährlich 6,9 Millionen Tonnen CO2 ausstoßen, sagte DONG-Projektleiter Peter Gedbterg in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur ddp. Herkömmliche deutsche Kraftwerke, die in wenigen Jahren abgeschaltet werden müssten, würden dagegen pro Jahr 8,3 Millionen Tonnen des Klimakillers produzieren. "Wir würden somit den Eintrag pro Jahr um 1,4 Millionen Tonnen CO2 reduzieren, was dem EU-Ziel nach einer 20-prozentigen Einsparung entsprechen würde", sagte Gedbterg.

Der Experte verwies zudem darauf, dass DONG Energy im Rahmen eines EU-Projekts an der weiteren Optimierung von Steinkohlekraftwerken arbeitet. So werde derzeit in einer Versuchsanlage im dänischen Esbjerg die Abtrennung von bis zu fünf Prozent des anfallenden Kohlendioxides getestet.

Zudem suche man nach technologischen Möglichkeiten, um die Temperatur des zu produzierenden Dampfes von 600 auf 700 Grad und somit den Wirkungsgrad der Anlage von 46 auf 52 Prozent zu erhöhen. Gedbterg verwies zugleich darauf, dass das Kraftwerk bei Bedarf binnen weniger Monate von Steinkohle auf Erdgasbasis umgerüstet werden könnte.

In Mecklemburg-Vorpommern wächst derzeit der Widerstand gegen den Kraftwerksbau.