Im gesetzlichen Rahmen

Dong Energy: Keine ökologische Katastrophe durch Kraftwerksbau

Das dänische Energieunternehmen Dong Energy hat Befürchtungen widersprochen, der Bau des geplanten Steinkohlekraftwerks in Lubmin könne zu einer Ökokatastrophe an der Boddenküste führen. Eine kürzlich vorgestellte Studie hat vor verheerenden Folgen des Kraftwerksbaus gewarnt.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp-nrd/sm) - Bei Prozessen der Energiegewinnung sei es unvermeidbar, die Umwelt zu beeinflussen, sagte Projektleiter Peter Gedbjerg. Dong Energy könne jedoch sicherstellen, dass dies am Standort Lubmin im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben geschehen werde. Die Bestimmungen würden dafür sorgen, dass es nicht zu einer ökologischen Katastrophe kommen könne.

Dong Energy will Ende September die Projektunterlagen zum Genehmigungsverfahren einreichen. Darunter ist auch die Beschreibung der zu erwartenden Auswirkungen auf Mensch und Natur.

Wie kürzlich berichtet, warnt eine Studie vor verheerenden Folgen für das Ökosystem an der Boddenküste durch den Kraftwerksbau. So würde allein das Einleiten von Kühlwasser zu einem drastischen Rückgang von Fischarten sowie einer Veränderung der Küstenlinie führen. Bereits geringfügige Temperaturerhöhungen von ein bis zwei Grad Celsius könnten ganze Tierarten bedrohen.

Der dänische Energiekonzern Dong Energy plant unmittelbar neben dem stillgelegten Kernkraftwerk Lubmin den Bau von zwei 800-Megawatt-Blöcken. Das von der Landesregierung befürwortete, etwa 1,5 Milliarden Euro teure Steinkohlekraftwerk soll spätestens 2012 in Betrieb gehen und jährlich 3,6 Millionen Tonnen Importsteinkohle verstromen. Die Mehrheit der Einwohner von Lubmin hatte sich gegen den Bau in dem Seebad ausgesprochen.