Pressestimmen

Döring gegen Eingreifen der Politik bei der EnBW

Der baden-württembergische Wirtschaftsminister Walter Döring hat sich entschieden gegen eine Landeshilfe für den angeschlagenen Energieversorger Energie Baden-Württemberg (EnBW) ausgesprochen: "Wir haben nichts, wir geben auch nichts. Das Land ist nicht in der Pflicht", sagte Döring den "Stuttgarter Nachrichten" (Mittwochausgabe).

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Es könne auch nicht sein, dass das Land erst seine EnBW-Beteiligung verkaufe und dann immer noch mitreden wolle. Die Gefahr, dass die EnBW angesichts der Krise im Wettbewerb zurückfalle oder gar die Versorgungssicherheit im Land gefährdet sei, sieht der Minister nicht: "Die Versorgungssicherheit im Land war stets gewährleistet, und sie wird es auch bleiben. Welche Position die EnBW künftig im Wettbewerb einnehmen soll, darüber werden wir mit dem Unternehmen im Herbst ausführlich reden."

Zur mangelhaften Kontrolle des Unternehmens sagte Döring: "Ich denke schon, dass sich einige Aufsichtsräte mittlerweile die Frage stellen, ob sie in der Vergangenheit alles, was ihnen vorgelegt wurde, hinreichend hinterfragt haben. Ich habe mich beispielsweise schon immer gewundert, was ein Schuhkonzern wie Salamander bei der EnBW soll." Er forderte, dem neuen EnBW-Chef Utz Claassen die Zeit zu geben, die Dinge in Ordnung zu bringen: "Es ist im Interesse aller Beteiligten, dass er schnell Erfolge erzielt."

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