VV oder ex ante?

DIW veröffentlicht "Discussion Paper" zur Gasmarktregulierung

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat einen Beitrag von Georg Meran und Christian von Hirschhausen zur Regulierung auf dem Gasmarkt als "Discussion Paper" veröffentlicht. Die beiden Autoren vergleichen die Selbstregulierung mittels Verbändevereinbarung mit der ex ante-Regulierung.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - "Corporate Self-Regulation vs. Ex-Ante Regulation of Network Access – A Model of the German Gas Sector" ist der Titel eines englischsprachigen Diskussionspapiers, das das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) jetzt veröffentlicht hat. Die beiden Autoren Christian von Hirschhausen und Georg Meran vergleichen darin den selbstregulierten Netzzugang via Verbändevereinbarung und eine mögliche "ex ante"-Regulierung.

Meran und von Hirschhausen haben die Auswirkungen beider Wettbewerbsmodelle auf Industriekunden, Verbraucher und ausländische Marktteilnehmer untersucht und kommen dabei zu dem Schluss, dass bei beiden nicht zwingend niedrigere Preise zur Folge haben müssen. Weitere Ergebnisse: Die Wettbewerbsregulierung mittels einer Verbändevereinbarung birgt für Privathaushalte mehr Nach- als Vorteile, während ausländische Marktteilnehmer nicht unbedingt benachteiligt sein müssen. Alles in allem halten sie die Selbstregulierung für ratsamer, wobei unbedingt die Ausgangsbedingungen in den einzelnen Ländern betrachtet werden müssten.