Volkswirtschaftliche Kosten

DIW rät Stromwirtschaft zu raschen Investitionen

Die anstehende Erneuerung der Erzeugungskapazitäten biete die einmalige Chance, sich eine weltweite Marktführerschaft zu sichern und langfristige Wettbewerbsvorteile zu erlangen, schreibt das DIW in seinem heute veröffentlichten Wochenbericht. Neue Anlagen wären kosteneffizienter und umwelt- und klimafreundlicher.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat die deutsche Energiewirtschaft zu raschen Investitionen in den Kraftwerkspark aufgefordert. Die anstehende Erneuerung der Erzeugungskapazitäten biete die einmalige Chance, sich eine weltweite Marktführerschaft zu sichern und langfristige Wettbewerbsvorteile zu erlangen, schreibt das DIW in seinem am Mittwoch in Berlin veröffentlichten Wochenbericht. Eine mittlere oder längerfristige Verschiebung der Investitionen führe außerdem zu weitaus höheren volkswirtschaftlichen Kosten.

Nach Branchenabgaben müssen bis 2020 etwa 40 000 Megawatt Kraftwerkskapazitäten in Deutschland im Interesse der Versorgungssicherheit modernisiert oder ersetzt werden. Die deutsche Energiewirtschaft prüft bereits entsprechende Projekte, bindet jedoch die Freigabe der Investitionen an sichere Rahmenbedingungen durch die Politik.

Neue Anlagen wären zunehmend sowohl kosteneffizienter als auch umwelt- und klimafreundlicher, schreiben die DIW-Experten. Die größten Wettbewerbsvorteile seien dabei im Bereich der umweltfreundlichen Technologien zu erwarten. Insgesamt müssten deshalb auch die Ausgaben in Forschung und Entwicklung für erneuerbare Energien und andere umweltfreundliche Technologien drastisch erhöht werden.