Keine Erholung in Sicht

DIW-Konjunkturbarometer: Deutsche Wirtschaft stottert ins neue Jahr

Das neuste DIW-Konjunkturbarometer signalisiert einen schwachen Start ins Jahr 2004. Insgesamt deuten die Indikatoren laut DIW auf keine nachhaltige Beschleunigung hin. Nur stotternd löse sich die deutsche Wirtschaft aus der Stagnation, trotz Aufwertung des Euro.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) stellt monatlich das DIW-Konjunkturbarometer vor. Es soll ein Indikator der aktuellen Konjunkturtendenz in Deutschland sein. Die jüngsten Daten zu Produktion und Auftragseingang (Januar 2004) signalisieren einen schwachen Start in das Jahr 2004.

Vor allem belastete die Bauproduktion mit einem Minus von gut sieben Prozent die Entwicklung im produzierenden Gewerbe. Die Auftragseingänge aus dem Ausland waren mit minus drei Prozent rückläufig. Auch die Auftragseingänge aus dem Inland sanken. Die Umsätze im Einzelhandel waren dagegen leicht im Plus.

Insgesamt deuten die Indikatoren laut DIW aber auf keine nachhaltige Beschleunigung hin. Nur stotternd löse sich die deutsche Wirtschaft aus der Stagnation, trotz Aufwertung des Euro wird sie im wesentlichen von außenwirtschaftlichen Impulsen getragen. Für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Jahresanfangsquartal zeichne sich damit nur eine geringe Zunahme ab (plus 0,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal). Gegenüber dem Februarergebnis des Barometers (plus 0,4 Prozent) gab es somit einen deutlichen Rückschlag. Die Konjunktur scheine nicht am Beginn einer spürbaren Erholung zu stehen, zumal auch die Steuerreform keine wesentlichen Impulse liefert, resümiert das DIW Berlin.

Das DIW-Konjunkturbarometer zeigt die Wachstumsrate des realen Bruttoinlandsprodukts und will damit die gesamtwirtschaftliche Entwicklung darstellen. Es liefert eine Schätzung für das reale Bruttoinlandsprodukt des jeweils abgelaufenen Quartals bzw. des laufenden Quartals und stützt sich dabei auf Indikatoren wie Produktion und Umsatz in wichtigen Bereichen der Wirtschaft.