Förderung erfolgreich

DIW Berlin: Noch beträchtliche Nutzungspotentiale bei Windkraft

In seinem neuen Wochenbericht weist das DIW Berlin darauf hin, dass mittels Windkraft in Deutschland bis 2030 100 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt werden könnten. Derzeit sind es 11,5 Milliarden.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Die Nutzung der Windenergie hat in den vergangenen Jahren insbesondere als Folge der gesetzlichen Mindestvergütungen nach dem Erneuerbaren-Energie-Gesetz (EEG) stark zugenommen. Der Kapazitätsausbau im Jahr 2001 fiel mit 44 Prozent überaus kräftig aus. Insgesamt haben Windkraftanlagen in Deutschland im vergangenen Jahr trotz ungünstiger Windverhältnisse 11,5 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt, das waren zwei Prozent des Bruttostromverbrauchs. Das geht aus dem aktuellen Wochenbericht des deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hervor.

Das DIW Berlin hat zudem errechnet, dass mit dem gegenwärtigen Bestand an Windkraftanlagen im Durchschnitt etwa drei Prozent des Bruttostromverbrauchs in Deutschland gedeckt werden können. Unter weiterhin günstigen politischen Rahmenbedingungen für die Nutzung von Windenergie an Land und auf See könnte der Anteil von Windstrom bis 2030 auf ein Fünftel steigen. Zum Erreichen der Klimaschutzziele könnte gerade die Windenergienutzung eine besondere Rolle spielen. Neben dem weiteren Kapazitätsausbau an Land steht nun auch in Deutschland die Windenergienutzung auf See bevor. Die künftigen Perspektiven der Offshore-Windenergie lassen sich nach Angaben des DIW gegenwärtig allerdings nur mit erheblichen technischen, wirtschaftlichen und ökologischen Unsicherheiten einschätzen.

Das DIW Berlin weist dennoch darauf hin, dass für die Nutzung der Windenergie in Deutschland noch beträchtlich Potentiale bestehen. Diese ließen sich aber nur nutzen, wenn die Politik auch künftig der Nutzung von Windenergie einen hohen Stellenwert einräumt. Selbst in einem verhalten optimistischen Szenario könnten Windkraftanlagen an Land und auf See in Deutschland im Jahre 2030 insgesamt eine elektrische Energie von über 100 Milliarden Kilowattstunden bzw. rund einem Fünftel des bisherigen Stromverbrauchs erzeugen.