Forderungskatalog

DIW: 10-Punkte-Plan für nachhaltige Energieversorgung

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat jetzt einen breit gefächerten 10-Punkt-Plan zur Zukunft der Energieversorgung vorgelegt. Unter anderem werden eine europäische Regulierungsbehörde, verstärkte Förderung erneuerbarer Energien und Laufzeitenverlängerung für Atomkraftwerke gefordert.

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Berlin (red) - Nach Ansicht des DIW muss aufgrund der Internationalisierung der Energiemärkte eine harmonische europäische Energiepolitik betrieben und eine gemneinsame Kontrollbehörde eingerichtet werden. Mit der Einführung des Wettbewerbs im Gasmarkt sollte die Aufhebung der kopploung von Öl- und Gaspreis erfolgen. Eine politische Preiskontrolle sei weiter nötig und Energiesteuern müssten gegebenfalls vorübergehend gesenkt werden, so das DIW.

Einen größeren Raum nimmt das Thema Kohlendioxid (C02) ein. So wird zur CO2-Reduzierung eine verstärkte Förderung erneuerbarer Energien und Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen und ein effizienterer Emissionshandel gefordert. Gleichzeitig seien die Emissionsziele erheblich zu erhöhen. Auch sollten etwa 700 Millionen Euro aus den bisherigen Kohlesubventionen für die Erforschung der CO2-Abscheidung und Endlagerung eingesetzt werden.

Weiterhin spricht sich das DIW für die Verlängerung der Laufzeiten von sicheren Atomkraftwerken bis zur Wettbewerbsfähigkeit "zukunftsweisender Energien" aus. Hier wäre auch eine Verpflichtung zur Erhöhung der Ausgaben für Forschung und Entwicklung durch die Kernkraftwerksbetreiber denkbar.

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