Hochkarätig

Diskussion: Strommarkt braucht neue Impulse

Kürzlich diskutierten unter der Leitung von Tagesschau-Sprecherin Anne Will Branchenkenner in Bingen über den Zustand des deutschen Strommarktes. Eingeladen hatte der Bundesverband der Maschinenringe dazu u.a. Henning Borchers, Eberhard Meller, Kurt Stockmann, Wolfang Pfaffenberger und Hanspeter Georgie.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Unter der Leitung von Tagesschau-Sprecherin Anne Will diskutierten kürzlich in Bingen am Rhein auf einer Veranstaltung des Bundesverbandes der Maschinenringe e.V. (BMR) und der BMR-Service GmbH Branchenkenner über den Zustand des deutschen Strommarktes. Teilnehmer waren Dr. Henning Borchers (BNE), Dr. Kurt Stockmann (Bundeskartellamt), Prof. Wolfgang Pfaffenberger (Bremer Energie-Institut), Dr. Eberhard Meller(VDEW), Tarek Al Wazir (Bündnis 90 / Die Grünen), Hanspeter Georgi (Wirtschaftsminister des Saarlandes) und Jochen Hartloff (SPD-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz).

Die neuen Energieanbieter, darunter auch die BMR-Service GmbH, kritisierten vor allem die überhöhten Netzzugangsgebühren, die den Strom künstlich verteuern und so einen Wettbewerb verhindern würden. In einer Studie analysierte Prof. Pfaffenberger das Marktgeschehen analysiert und untermauerte diese These. Allerdings hält er die Erwartung, im Wettbewerb würden die Preise fallen, für "illusionär". Wie auch Henning Borchers forderte er einen Regulator, der unabhängig von politischer und wirtschaftlicher Einflussnahme sein muss. Erstrebenswert wäre eine ähnliche Unabhängigkeit wie sie das Bundeskartellamt vorzuweisen hat.

Einig waren sich die Diskussionsteilnehmer allerdings darin, dass der deutsche Strommarkt dringend neue Impulse brauche, sowohl im Interesse der Unternehmen als auch im Hinblick auf den Verbraucher. Auf jeden Fall müsse der Weg zurück zum Monopol versperrt werden.