Besorgt über Energiepreise

DIHK fordert Ausstieg aus dem Atomausstieg

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) verlangt ein Festhalten an der Kernenergie. DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun sagte der Nachrichtenagentur ddp mit Blick auf den beschlossenen Atomausstieg: "Die Bundesregierung sollte den Ausstieg aus dem Ausstieg wagen. Damit gäbe Deutschland auch international seine Isolierung auf."

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Braun verwies auf die Klimaschutzziele, die steigenden Energiepreise und die "Zweifel an der Versorgungssicherheit". Für immer mehr Staaten sei die Kernenergie "Bestandteil einer neuen, rationalen Energiepolitik". Der DIHK-Präsident mahnte: "Dem dürfen auch wir uns nicht verschließen." Ein Verzicht auf den Atomausstieg sei "dringend geboten".

Mit Blick auf die konjunkturelle Entwicklung in der Bundesrepublik sagte Braun, die "konjunkturelle Dynamik" habe bereits nachgelassen. Grund seien nicht zuletzt die gestiegenen Rohstoff- und Energiepreise. Diese belasteten die Unternehmen auf der Kostenseite und schränkten die Spielräume für die Verbraucher ein.

Braun fügte hinzu: "Europaweit steht die deutsche Wirtschaft freilich den Umständen entsprechend noch gut da: Denn viele deutsche Unternehmen haben zeitig in energiesparende Technik investiert." Zudem sei die deutsche Industrie "bei der Herstellung effizienter Maschinen gut aufgestellt". Der DIHK-Präsident betonte: "Solche Anlagen werden angesichts der gestiegenen Energiepreise im Ausland derzeit stark nachgefragt."