Teuerung

Die Strompreise sind im ersten Halbjahr leicht gestiegen

Die Strompreise steigen weiter. Im ersten Halbjahr zogen die Preise im Schnitt um zwei Prozent an, wie das Verbraucherportal Verivox am Dienstag mitteilte. Die Gaspreise blieben bislang stabil, Preiserhöhungen dürften aber spätestens zur Heizperiode auch in diesem Segment anstehen.

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Heidelberg (afp/red) - Eine Kilowattstunde Strom kostete demnach Anfang Juli durchschnittlich 22,97 Cent, nachdem im Januar noch 22,59 Cent fällig waren. Insgesamt hätten 454 Grundversorger ihre Preise im Schnitt um sechs Prozent erhöht, während gleichzeitig 129 Grundversorger die Preise um fünf Prozent senkten. Vom Grundversorger bezieht jeder Kunde seinen Strom, der nicht bewusst zu einem anderen Anbieter oder in einen anderen Tarif gewechselt ist.

Die Strompreise steigen laut Verivox seit 2000 kontinuierlich. Als Grund nennen die Versorger demnach meist die steigenden Kosten für die Förderung erneuerbarer Energien sowie höhere Kosten für die Nutzung der Stromnetze. Bei einem Wechsel vom Grundversorgungstarif zum lokal jeweils günstigsten Anbieter kann ein Musterhaushalt laut Verivox jährlich im Schnitt 220 Euro sparen.

Die Gaspreise blieben im ersten Halbjahr nach Berechnungen von Verivox weitgehend stabil. Eine Kilowattstunde kostete im Januar demnach durchschnittlich 5,94 Cent, im Juli waren es 5,92 Cent. Insgesamt hätten 208 Grundversorger ihre Preise im Schnitt um sieben Prozent erhöht und 178 um sieben Prozent gesenkt. In den kommenden Monaten - also zu Beginn der Heizsaison - dürften die Preise aber ebenso wie die Strompreise wieder steigen, erklärte Verivox.

Darauf deute das zuletzt teurere Öl hin. Der Gaspreis ist in Deutschland an den Ölpreis gebunden und folgt ihm mit einigen Monaten Abstand. Verivox riet Verbrauchern deshalb, vor Beginn der Heizperiode im Oktober einen günstigen Gastarif mit möglichst langer Preisgarantie zu wählen. Ein Stromanbieterwechsel oder gegebenenfalls auch ein Gasanbieterwechsel kann viel Geld sparen.