Gefördert

Die Solarenergie knackt die Millionengrenze

Der Solarenergie ist in den letzten 21 Jahren ein erstaunlicher Durchbruch gelungen, der nun darin gipfelt, dass die millionste Anlage ans Netz gegangen ist. Dank staatlicher Förderung von Konzepten, die regenerative Ressourcen zur Energiegewinnung nutzen, deckt die Solarenergie mittlerweile drei Prozent des deutschen Bruttostromverbrauchs ab.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin/Gladenbach (dapd/red) - Feierstunde für die deutsche Solarenergie: Die einmillionste Solarstromanlage Deutschlands ist ans Netz gegangen. Wie der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) am Donnerstag in Berlin mitteilte, steht die Anlage auf dem Dach des Instituts für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES) in Berlin.

Als vor 21 Jahren das 1.000-Dächer-Programm zur Förderung der Photovoltaik gestartet wurde, habe niemand damit gerechnet, dass schon im Jahr 2011 die Marke von einer Million erreicht werde, sagte der damalige Bundesumweltminister Klaus Töpfer (CDU). Nach Angaben von BSW-Solar decken Solarstromanlagen derzeit drei Prozent des deutschen Bruttostromverbrauchs ab.

Ökologische Heizungsergänzung aus Sonne, Holz und Zentralheizung

Die Bundesregierung unterstützt Konzepte, die die wärmende Kraft der Sonne und die im Holz gespeicherte Energie als regenerative Ressourcen für die Wärmeerzeugung nutzen. Entsprechende Förderprogramme sind verlängert beziehungsweise neu aufgelegt worden. Staatlich gefördert wird unter anderem das Konzept der Oranier Heiztechnik GmbH, das wasserführende Kaminöfen mit Pufferspeicher sowie Sonnen-Kollektoren in bestehende Heizungssysteme integriert. Die Basis der Energieversorgung bildet dabei die Solarenergie. Ist die Sonne zu schwach, springt der Kamin- oder Pelletofen ein, ist auch dieser zu schwach, wird die Zentralheizung zugeschaltet. Entscheidend ist, dass alle Wärmeerzeuger unter die Kontrolle einer gemeinsamen Steuerung gestellt werden, wodurch das Überheizen von Räumen vermieden wird.