Die Grünen: Moderne Gaskraftwerke jetzt auch in NRW

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Zur Ankündigung eines Firmenkonsortiums zum Bau zweier Gas- und Dampfturbinenkraftwerke in NRW erklärt Reinhard Loske, umweltpolitischer Sprecher und Bärbel Höhn, Umweltministerin NRW: Ein wichtiges Signal für das Energieland NRW: Mit dem Bau zweier hochmoderner Gas- und Dampfturbinen-Anlagen (GuD) in Dortmund und Ahaus wird ein bedeutender Schritt zur Erneuerung des Kraftwerksparks in NRW getan. Die hocheffiziente und damit umweltschonende GuD-Technologie spielt eine zentrale Rolle für die Energieversorgung der Zukunft und ist zur Erreichung des Klimaschutzzieles unverzichtbar. Deshalb haben sich Bündnis 90 / Die Grünen mit Erfolg für die steuerliche Gleichbehandlung dieser Technologien mit Kohle- und Atomkraftwerken eingesetzt: Im Rahmen der Ökosteuer wurde beschlossen, diese hocheffizienten GuD-Kraftwerke nicht weiter zu benachteiligen. Die konkrete Ausgestaltung dieser Regelung wird zur Zeit zwischen der Bundesregierung und der EU-Wettbewerbskommission in Brüssel verhandelt. Reinhard Loske: "Die ökologische Steuerreform stellt das Signal für umweltfreundliche Gaskraftwerke auf grün. Auch NRW wird jetzt davon profitieren."


Das Konsortium der Firmen Marubeni Europower (Japan), Dynegy (USA) und BAW (Deutschland) will bis zum Jahre 2003 jeweils etwa 1,6 Milliarden Mark investieren, um in Dortmund ein 400-Megawatt und in Ahaus ein 800 Megawatt Kraftwerk zu errichten. Nach den bereits bekannten Plänen der Firmen VASA (Schweden) und Fortum (Finnland) zum Bau von GuD-Anlagen in Lubmin setzt sich diese Technologie jetzt offenbar auch in NRW durch. Damit werden in einem wichtigen Zukunftsmarkt Arbeitsplätze geschaffen und das Energieland NRW in seiner Kernkompetenz gestärkt. Nachdenklich stimmt dabei allerdings, dass Firmen aus Schweden, Finnland, USA und Japan in Deutschland den wichtigsten Impuls für diese Entwicklung geben müssen. Die großen deutschen Energieversorger zögern bislang noch, den Ausbau dieser modernen umweltschonenden Technologie im Inland zu unterstützen. Bärbel Höhn: "Bekanntlich setzt auch RWE auf diese Technik, aber überwiegend im Ausland. Wir würden uns deshalb freuen, wenn RWE diese Investitionen auch hier in seinem Stammland NRW zur Schaffung zukunftsfähiger Arbeitsplätze unterstützen würde und diesen Markt nicht verschämt der ausländischen Konkurrenz überlässt."