Standpunkt

Die Grünen: Beim Strom keine amerikanischen Verhältnisse

Der massive Stromausfall in den Vereinigten Staaten hat auch in Deutschland zu Diskussionen um die Versorgungssicherheit geführt. Obwohl ein derartiger Zwischenfall von allen Branchenkennern ausgeschlossen wird, sollten einige Lehren gezogen werden. Darauf hat auch Michaele Hustedt, energiepolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen, hingewiesen.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Anlässlich der Stromausfälle in Kanada und den USA erklärt Michaele Hustedt, energiepolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen:

In Deutschland sind Stromausfälle aufgrund von Kraftwerksstörungen zur Zeit nicht zu erwarten. Damit dies auch in Zukunft so bleibt, müssen zwei Lehren gezogen werden:

Eine Energiestruktur, die nur auf großen Kraftwerken beruht, ist anfälliger für Störungen als eine dezentral ausgerichtete Energieversorgung; so sind gerade Atomkraftwerke bei Hitzeperioden unzuverlässige Energielieferanten. Unter diesem Aspekt gewinnt der Ausbau der Erneuerbaren Energien noch eine ganz andere Bedeutung.

Wir brauchen in Deutschland offene Investitionsbedingungen und ein gutes Investitionsklima, damit die zuverlässige Infrastruktur in Deutschland erhalten bleibt. Die dauerhafte Blockade gegen das Gaskraftwerk Hürth ist vor diesem Hintergrund absolut kontraproduktiv und schreckt potentielle Geldgeber ab, in Deutschland zu investieren. Nur faire Rahmenbedingungen und eine starke Wettbewerbsbehörde können dauerhaft ein gesundes Investitionsklima garantieren.