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AtomausstiegNach einer neuen Umfrage des ARD-DeutschlandTrend wollen die meisten wahlberechtigten Bürger weiterhin einen Atomausstieg. 62 Prozent halten den Atomausstieg für richtig, aber 20 Prozent finden, die Atomkraftwerke sollten unbegrent weiterlaufen.
Köln (red) - Die Mehrheit der Deutschen ist unverändert für einen Ausstieg aus der Atomenergie. Im aktuellen ARD-DeutschlandTrend halten es 62 Prozent für richtig, dass Deutschland aus der Atomenergie aussteigt (+1 gegenüber September 2009). 34 Prozent sind gegen einen Atomausstieg (-1).
Für diese Umfrage im Auftrag der ARD-Tagesthemen hat das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap von Montag bis Dienstag dieser Woche 1.000 Wahlberechtigte telefonisch befragt.
40 Prozent der Deutschen finden, der Atomausstieg sollte so schnell wie möglich stattfinden. 37 Prozent teilen die Position von Umweltminister Norbert Röttgen, dass der Atomausstieg spätestens 2030 abgeschlossen sein sollte. Nur 20 Prozent finden, die Atomkraftwerke sollten unbegrenzt weiterlaufen.
Wissenschaftler aus Japan und den USA forschen einem Magazinbericht zufolge an Mini-AKW, damit Dörfer und Kleinstädte in der Zukunft ihren eigenen Strom erzeugen können. Die kleinen Kraftwerke sollen sicherer sein als die großen.
Der Energieriese Vattenfall will die beiden stillgelegten Atromkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel schnell wieder anfahren, jedoch wird das wahrscheinlich nicht mehr diese Jahr sein, so Vattenfall. Schleswig-Holsteins FDP-Franktionschef Kubicki ist dagegen, dass Krümmel wieder ans Netz angeschlossen wird.
Die Bundesregierung will im Herbst über die Zukunft der Atomkraft entscheiden. Die Koalition halte sich damit "an das vereinbarte Vorgehen", wie Regierungssprecher Ulrich Wilhelm am Montag in Berlin bekräftigte. Damit geht die Kanzlerin auf Distanz zu ihrem Umweltminister.
Trotz scharfer Kritik aus den eigenen Reihen strebt Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) den Atomausstieg bis spätestens 2030 an. Das Aus für Biblis A und Neckarwestheim 1 stehe quasi schon vor der Tür, so ein Magazinbericht. Das Umweltbundesamt hält sogar einen noch früheren Ausstieg für möglich.
In einer französischen Kernforschungsanlage hat sich erneut eine Störung ereignet. Die "Anomalie" sei bei einem Testlauf in dem Forschungsreaktor in Cadarache in der Provence festgestellt worden. Der Vorfall wurde mit der zweitniedrigsten Stufe eingeordnet.