Strom-News
Blockade möglichDie Bundesregierung könnte mit ihrer geplanten Brennelementesteuer einem Pressebericht zufolge in Verzug geraten. Einem Pressebericht zufolge will der Finanzausschuss der Länderkammer den Vermittlungsausschuss einschalten. Hintergrund sind offenbar sinkende Einnahmen der Kommunen wegen der Zusatzsteuer.
Berlin (afp/red) - Der Finanzausschuss des Bundesrates votierte nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" vom Samstag einstimmig dafür, den Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat einzuberufen. Die Länder fürchten demnach Steuereinbußen, wenn die neue Steuer kommt - sie schmälert die Gewinne der Betreiberfirmen und damit auch deren Gewerbesteuern.
(Foto / Abb.: Fotolia.de)Die Gewerbesteuern fließen an die Kommunen, während die Brennelementesteuer allein an den Bund geht. Schlössen sich die Länder im Bundesrat der Haltung ihrer Finanzminister an, wäre ein Vermittlungsverfahren fällig - und das geplante Inkrafttreten der Steuer zur Jahreswende wäre gefährdet, hieß es in dem Bericht weiter. Einer Studie der Grünen-Bundestagsfraktion zufolge könnten den Gemeinden demnach 320 Millionen Euro Steuern entgehen.
Allerdings könnten die Länder über den Bundesrat auch den Bund unter Druck setzen. "Entweder der Bund zahlt, oder die Länder können das Gesetz viele Monate aufhalten", sagt Grünen-Fraktionsvize Bärbel Höhn der Zeitung.
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Der Block B des hessischen Kernkraftwerks Biblis ist am Freitagabend zu einem rund dreiwöchigen außerplanmäßigem Stillstand heruntergefahren worden. Es habe ein Dichtungsleck gegeben. Zudem sollen in einem deutlich höheren Umfang als sonst Brennelemente ausgetauscht werden - um die Steuer zu umgehen, sagt die Opposition.
Der Rechtsausschuss des Bundesrats hat beschlossen, dass die Bundesregierung die Laufzeiten der Atomkraftwerke nicht ohne Zustimmung der Bundesländer verlängern darf. Unterdessen gab der Stadtwerke-Verbund 8KU einer Kartellklage auf EU-Ebene wegen der Verlängerung der Laufzeiten gute Chancen.
Der Stromanbieter RWE will trotz seiner Milliardengewinne zum Jahreswechsel die Strompreise auf breiter Front erhöhen. Inzwischen wurde ein Pressebericht dementiert, demzufolge rund 2000 Stellen gestrichen werden sollen. RWE räumte jedoch ein, Modelle für Altersteilzeit zu prüfen.
Wegen der verlängerten Atomlaufzeiten müssen private Bahnunternehmen einem Zeitungsbericht zufolge ab Anfang 2011 mehr für Strom aus dem Netz der Deutschen Bahn zahlen. Der staatseigene Konzern will die Preise für Energie aus dem Fahrdraht offenbar um sieben Prozent erhöhen.
Der Energiekonzern RWE hat Medienberichte zurückgewiesen, wonach durch den vorzeitigen Austausch von Brennelementen im Atomkraftwerk Biblis B die Zahlung der Brennstoffsteuer umgangen werden soll. Ein Unternehmenssprecher sagte am Dienstag auf dapd-Anfrage, der Umfang des Austauschs sei für Biblis B nicht ungewöhnlich.Strompreise vergleichen
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