Stromlücke

DGB: Atomausstieg macht neue Kohle- und Gaskraftwerke nötig

Der DGB will die beim geplanten Atomausstieg entstehende Lücke in der Stromversorgung teils mit fossilen Energieträgern schließen. "Wir brauchen auch moderne Kohle- und Gaskraftwerke", sagte DGB-Vorstandsmitglied Dietmar Hexel. Man könne nicht aus zwei Technologien gleichzeitig aussteigen. "Sonst droht wirklich eine Stromlücke."

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Den Atomausstieg bis 2021 unterstütze der DGB weiter, sagte Hexel der "Berliner Zeitung". "Atomkraft ist viel zu riskant. Und an dieser Einschätzung halten wir fest", so das Vorstandsmitglied weiter.

Die neuen Kohlekraftwerke sowie Gaskraftwerke müssten hocheffizient arbeiten und mit der Möglichkeit ausgestattet sein, Kohlendioxid abzuscheiden, wenn die Technik so weit sei. Dazu könnten dezentrale Kraftwerke, die gleichzeitig Wärme produzieren, einen sehr viel höheren Beitrag als im Augenblick leisten.

"Ganz ohne fossile Brennstoffe geht es leider noch nicht", sagte Hexel. Die regenerativen Energien sollten weiter ausbaut werden. Außerdem müsse Deutschland energieeffizienter werden. "Da schlummern noch viele ungehobene Potenziale", sagte er. Die Geothermie könne es zum Beispiel leicht auf drei bis fünf Prozent Anteil an der Stromerzeugung bringen.