Strom-News
StromlückeDer DGB will die beim geplanten Atomausstieg entstehende Lücke in der Stromversorgung teils mit fossilen Energieträgern schließen. "Wir brauchen auch moderne Kohle- und Gaskraftwerke", sagte DGB-Vorstandsmitglied Dietmar Hexel. Man könne nicht aus zwei Technologien gleichzeitig aussteigen. "Sonst droht wirklich eine Stromlücke."
Berlin (ddp/sm) - Den Atomausstieg bis 2021 unterstütze der DGB weiter, sagte Hexel der "Berliner Zeitung". "Atomkraft ist viel zu riskant. Und an dieser Einschätzung halten wir fest", so das Vorstandsmitglied weiter.
Die neuen Kohlekraftwerke sowie Gaskraftwerke müssten hocheffizient arbeiten und mit der Möglichkeit ausgestattet sein, Kohlendioxid abzuscheiden, wenn die Technik so weit sei. Dazu könnten dezentrale Kraftwerke, die gleichzeitig Wärme produzieren, einen sehr viel höheren Beitrag als im Augenblick leisten.
"Ganz ohne fossile Brennstoffe geht es leider noch nicht", sagte Hexel. Die regenerativen Energien sollten weiter ausbaut werden. Außerdem müsse Deutschland energieeffizienter werden. "Da schlummern noch viele ungehobene Potenziale", sagte er. Die Geothermie könne es zum Beispiel leicht auf drei bis fünf Prozent Anteil an der Stromerzeugung bringen.
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Das Bundesamt für Strahlenschutz hat angesichts der neuen Atomdebatte vor ungeklärten Risiken der Kernkraft gewarnt. Die Endlagerung des hochgefährlichen Materials sei entgegen Aussagen von Atomkraft-Befürwortern noch nicht einmal technisch gelöst, sagte Behördenchef Wolfram König der "Westfälischen Rundschau".
Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) sieht in der Terrorgefahr kein Argument gegen die Kernenergie. Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein
(CSU) will gar die Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke zur Bedingung einer künftigen Koalition im Bund machen.
SPD-Politiker bekräftigen das Festhalten am Atomausstieg. Kernkraftwerke könnten keinen Beitrag zum Klimaschutz leisten, zudem würden durch längere Laufzeiten Investitionen in moderne Technologien zurückgehalten. Auch die Grünen wollen weiter für den Atomausstieg kämpfen und erteilten einem möglichen Bündnis mit der CDU auf Bundesebene eine Absage.
Angesichts steigender Energiepreise und zäher G8-Verhandlungen zum Klimaschutz werden Forderungen nach längeren AKW-Laufzeiten immer lauter. Die Atomlobby geht in die Offensive und fordert den Bau neuer Meiler ab 2020. Auch einige Vertreter der Union traten dafür ein, neben der Laufzeitverlängerung auch den Neubau von AKW in Betracht zu ziehen.
Angesichts der gegenwärtigen Rahmenbedingungen rechnet der EnBW-Vorstandsvorsitzende Hans-Peter Villis mit stark ansteigenden Strompreisen. Angesichts des Atomausstieges und den anversierten Klimaschutzzielen rechnet er mit einer Verdoppelung des Strompreises innerhalb von fünf bis sieben Jahren. Strompreise vergleichen
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