Umfirmierung

DeWind AG wird wieder zur GmbH

Nachdem der britische Industriekonzern FKI bereits im Mai dieses Jahres den Windenergieanlagenhersteller DeWind zu 100 Prozent übernommen hatte, firmiert die deutsche Tochter um - aus der AG wird wieder eine GmbH. Grund: "FKI platziert seine Unternehmen nicht an der Börse".

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Die Suche der DeWind AG nach einem strategischen Partner ist schon seit einigen Wochen abgeschlossen, nun gehört DeWind auch rechtskräftig zum britischen Industriekonzern FKI. Die DeWind AG firmiert deshalb künftig wieder als GmbH.

"Wir haben 1999 die Umwandlung zur Aktiengesellschaft betrieben, um nötigenfalls auf dem Kapitalmarkt ausreichende Mittel akquirieren zu können", begründet Hugo L. Schippmann, Mitbegründer der DeWind AG und einer der Geschäftsführer der neuen DeWind GmbH die Umwandlung der DeWind Technik GmbH zur AG. Parallel dazu habe DeWind mit strategischen Partnern das Gespräch gesucht - eine Entscheidung, die DeWind nach dem Zusammenbruch der Aktienmärkte eine weitere Option eröffnet habe.

Ziel sei es gewesen, dem Unternehmen eine starke Basis für das künftige Wachstum zu geben. "Wir haben gezeigt, dass wir Windenergieanlagen konstruieren können", so Schippmann: "Um sie auf den internationalen Märkten zu platzieren und damit den Umbau der Energieversorgung energisch voranzutreiben, haben wir uns einen starken Partner gesucht." Der Vorteil der neuen Partnerschaft liege nicht nur in der Finanzkraft von FKI. Synergien sollen auch durch die weltweiten Vertriebsstandorte, die Fertigungskompetenzen und das spezifische Know-how, das durch die vielfältigen Aktivitäten des FKI-Konzern zur Verfügung steht, fruchtbar gemacht werden.

"Noch ist es zu früh, die Möglichkeiten, die sich aus der Übernahme ergeben, zu konkretisieren", räumte Schippmann ein. Die Rückumwandlung zur GmbH sei aber der erste Schritt. Schippmann: "Es machte keinen Sinn, die AG-Form beizubehalten, da FKI seine Unternehmen nicht an der Börse platziert".

Im Zuge der Umwandlung zur GmbH ist die Geschäftsführung neu gestaltet worden. Zu Geschäftsführern berufen wurden Hugo L. Schippmann, bislang Vorstandsvorsitzender der DeWind AG, und Reg Gott, Mitglied des Vorstands von FKI plc und Managing Director von FKI Energy Technology. Dr. Thomas H. Eschbach scheidet aus dem Unternehmen aus. Die bisherigen Vorstandsmitglieder Matthias Krebs und Dr. Rüdiger Kortenkamp werden zu Prokuristen der GmbH bestellt und übernehmen neue Aufgaben im Unternehmen. Matthias Krebs übernimmt die Abteilung Installation und Service, Dr. Rüdiger Kortenkamp leitet künftig die Abteilung Entwicklung. "Wir haben die Unternehmensführung nach dem Vorbild unserer neuen Muttergesellschaft schlanker und schlagkräftiger gemacht", so Hugo L. Schippmann. Durch die gemeinsame Geschäftsführung mit Reg Gott werde die Zusammenarbeit mit FKI die nötige Effizienz erhalten, fügte Schippmann hinzu.

Weiterführende Links
  • Archiv: "Britischer Industriekonzern FKI plc übernimmt DeWind AG":