Statistik

Deutschlands Rohölimporte 50 Prozent teurer

Die aktuelle Rohöl-Statistik des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle belegt, dass sich Rohölimporte im Vergleich zum vergangenen Jahr um die Hälfte verteuert haben. Der Durchschnittspreis pro Tonne Rohöl betrug im September dieses Jahres 372 Euro, im September letzten Jahres lag er bei 250 Euro.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Eschborn (red) - Im September 2005 wurden nach vorläufigen Berechnungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) 9,5 Millionen Tonnen Rohöl in die Bundesrepublik Deutschland eingeführt. Das waren 6,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor (9,0 Millionen Tonnen).

Der Durchschnittspreis für die Tonne Rohöl betrug im September 371,75 Euro und lag damit um 48,6 Prozent über dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats (250,13 Euro). Die deutsche Rohölrechnung belief sich im September somit auf 3,5 Milliarden Euro und lag damit um 1,3 Milliarden Euro höher als im Vorjahresmonat.

Im Vergleich zum Zeitraum Oktober 2003 bis September 2004 stiegen im Zeitraum Oktober 2004 bis September 2005 die Rohöleinfuhren um 1,8 Prozent von 109,7 auf 111,7 Millionen Tonnen. Gleichzeitig fiel die deutsche Rohölrechnung im aktuellen Zeitraum mit 32,2 Milliarden Euro um 9,6 Milliarden Euro höher aus. Der Grenzübergangspreis für die Tonne Importrohöl liegt im Schnitt mit 288,10 Euro (vorher 206,25 Euro) um 39,7 Prozent höher.

Die fünf wichtigsten von insgesamt 25 Lieferländern waren im aktuellen zwölfmonatigen Berichtszeitraum Russische Föderation (39,1 Millionen Tonnen), Norwegen (16,8 Millionen Tonnen), Großbritannien (14,0 Millionen Tonnen), Libyen (12,9 Millionen Tonnen) und Kasachstan (7,5 Millionen Tonnen). 27,6 Prozent der gesamten Rohöleinfuhren stammten im Berichtszeitraum aus britischen und norwegischen Nordseeölquellen, 22,7 Prozent wurden aus OPEC-Mitgliedsländern importiert.