Deutschlands größtes mit Rapsöl betriebenes BHKW hat Betrieb aufgenommen

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com
Die SolarWorld AG, Bonn, hat das bundesweit größte, mit Rapsöl betriebene Blockheizkraftwerk (BHKW) errichtet. Mit einer Gesamtleistung von 1,3 Megawatt (MW) lassen sich umgerechnet 2000 Haushalte in Deutschland mit ökologisch erzeugter Wärme und Strom versorgen. Das Contracting übernimmt die Gesellschaft für Energie- und Gebäudemanagement mbH (EGM), eine Tochter der Stadtwerke Bonn. Der profitable Betrieb des BHKWs ist aufgrund einer langfristig festgelegten Einspeisevergütung der Stadt Bonn gesichert - SolarWorld erhält für die Übergabe des Contractings von der EGM dauerhaft gesicherte Erlöse. "Unsere Gesamtinvestitionen von 2,5 Millionen Mark werden sich innerhalb der Laufzeit von 15 Jahren voll amortisieren", verweist Dipl.-Ing. Frank H. Asbeck, Vorstandssprecher der SolarWorld AG, auf die betriebswirtschaftliche Rentabilität des Projektes.



Nachdem das Rapsöl-BHKW bereits seit Dezember 1999 zur Probe betrieben wird, konnte der reguläre Betrieb nun im Januar 2000 aufgenommen werden. "Mit der erfolgreichen Übergabe des BHKW stellen wir unsere breite Kompetenz für die Errichtung von regenerativen Kraftwerken unter Beweis", so Dipl-Ing. Frank H. Asbeck weiter. Das BHKW wird rund um die Uhr betrieben und dient zusätzlich als Notstromaggregat des in Bonn ansässigen Call-Centers der Deutschen Bank 24 AG.



Die SolarWorld AG, die sich - neben dem regenerativen Kraftwerksbau - im Geschäftsfeld Photovoltaik mit dem Handel von Zellen, Modulen und anderen Komponenten von Solarstromanlagen beschäftigt und deren 80-prozentige Tochtergesellschaft Asbeck Immobilien- und Kraftwerksgesellschaft mbH im Geschäftsfeld Wind die Projektierung und den Bau von Windparks leitet, will in den nächsten Jahren eine Windenergieleistung von bis zu 100 Megawatt installieren.



Fener weist die SolarWorld AG daraufhin, dass der Handel der Aktien Mitte Januar auch an der Stuttgarter Börse aufgenommen wurde. Bisher erfolgte die Notierung nur an den Börsenplätzen in Berlin, Düsseldorf und Frankfurt sowie im Xetrahandel.