Sonnenreiche Region

Deutschlands größter Solarpark entsteht bei Passau

Die voltwerk AG wird am 10. September in Sonnen - Nomen est Omen - den mit 1,75 Megawatt größten Solarpark Deutschlands einweihen. Die durch den Solarpark gewonnene Energie würde ausreichen, um nahezu alle 1500 Einwohner von Sonnen mit Strom zu versorgen. 10.500 Solarmodule sind im Einsatz.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Stuttgarter voltwerk AG wird den mit 1,75 Megawatt größten Solarpark in Deutschland am 10. September in Betrieb nehmen. 18 Photovoltaik-Gemeinschaftsanlagen werden vor zahlreichen Repräsentanten aus Politik und Wirtschaft in der Gemeinde Sonnen bei Passau offiziell eingeweiht.

Die durch den Solarpark gewonnene Energie würde ausreichen, um nahezu alle 1500 Einwohner von Sonnen mit Strom zu versorgen. Mit durchschnittlich 1268 Kilowattstunden Sonneneinstrahlung pro Quadratmeter im Jahr macht die Gemeinde ihrem Namen alle Ehre: Laut DWD (Deutscher Wetterdienst) gehört sie zu den sonnenreichsten Regionen Deutschlands. Das Klima profitiert von dem Betrieb der 10.500 Solarmodule. Der Umwelt werden etwa 32.000 Tonnen Kohlendioxid in den nächsten 20 Jahren erspart. "Auch private Kapitalanleger können sich bei einer Beteiligung an den Betreibergesellschaften des Bürger-Solarparks auf die Solarstromerträge freuen", so Martin Bucher, Vorstandsvorsitzender der voltwerk AG.

Der prognostizierte Stromertrag wird zu 90 Prozent von einer großen deutschen Versicherung garantiert und die Stromvergütung ist durch einen Einspeisevertrag mit der E.ON Bayern - basierend auf dem Erneuerbare-Energien-Gesetz - für die nächsten 20Jahre gesichert. Sylvere Leu, Geschäftsführer der für den Bau des Solarparks verantwortlichen SunTechnics Solartechnik GmbH aus Hamburg zeigt sich zufrieden. Trotz des Hochwassers der vergangenen Tage in der Region um Passau ist der Solarpark bereits fast vollständig fertiggestellt. "Dank der optimierten Gestelltechnik wird nur etwa drei Prozent der fünf Hektar großen Fläche durch die Sockel der Solarmodule belegt. Regen kann so praktisch ungehindert in das Grundwasser einsickern. 50 Schafe beweiden schon heute das Land und freuen sich über den Wind- und Sonnenschutz durch die Module", weiß Leu zu berichten.

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