Baden-Württemberg

Deutschlands erste große Biogas-Forschungsanlage in Betrieb

Deutschlands erste große Biogas-Forschungsanlage ist am Samstag im baden-württembergischen Eningen in Betrieb genommen worden. Damit werde sichtbar, "dass die Bioenergie im Land an Dynamik gewinnt", sagte Friedlinde Gurr-Hirsch, Staatssekretärin im baden-württembergischen Landwirtschaftsministerium, bei der Einweihung.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Eningen (ddp/sm) - Die 2,5 Millionen Euro teure Anlage der Universität Hohenheim an der Versuchsstation Unterer Lindenhof in Eningen setze "neue Maßstäbe" in der deutschen Biogas-Forschung.

In der Anlage entsteht aus Biomasse - also Gülle, Mist, Gras, Mais und Getreide - durch Vergärung Biogas. Dieses Gas wird entweder nach einem Reinigungsprozess direkt ins örtliche Gasnetz eingespeist oder vor Ort zur Erzeugung von Strom und Wärme in einem Blockheizkraftwerk verwendet.

Pro Tag sollen in der Anlage 7300 Kilogramm Flüssigmist, 3500 Kilogramm Festmist und 5600 Kilogramm nachwachsende Rohstoffe wie Silomais, Hirse, Grünroggen und Gras vergärt werden. Die Anlage ermögliche zudem die Erforschung aller Variablen zur optimalen Steuerung von Biogasanlagen. Das Ministerium will die Bioenergieforschung mit 2,4 Millionen Euro unterstützen.