Strom-News
Statt KaltreserveNach dem Atomausstieg könnte Deutschland bei Versorgungsengpässen im Winter einem Zeitungsbericht zufolge Strom aus Österreich beziehen. Wie die österreichische Zeitung "Kurier" am Samstag berichtet, habe die Bundesnetzagentur bei acht österreichischen Energieversorgern angefragt, ob sie im Notfall zu Lieferungen bereit wären.
Wien (afp/red) - Von der Antwort aus Österreich könnte demnach abhängen, ob die Bundesnetzagentur einen der derzeit abgeschalteten Altmeiler als sogenannte Kaltreserve in Bereitschaft hält.
Österreich importiert in den Wintermonaten allerdings selbst Strom. Das Nachbarland könnte der Anfrage laut "Kurier" nur nachkommen, wenn es auf stillliegende Kapazitäten bei Gaskraftwerken zurückgreift. Dies würde dann aber durch einen höheren CO2-Ausstoß die Klimabilanz Österreichs verschlechtern.
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EU-Industriekommissar Günther Oettinger (CDU) sieht wegen der klimatischen Bedingungen hierzulande keine große Zukunft für den Solarstrom als Energiequelle. Deutschland sei "kein Sonnenland", wo die Bauern auf einmal Orangenplantagen betreiben könnten. Die Griechen sollten mehr Solaranlagen bauen.
Die Abschaltung eines weiteren Atomreaktors in Japan erschwert die bereits jetzt unzureichende Stromversorgung im Land. Der Energieversorger Kansai Electric Power erklärte am Samstag, ein Reaktor im Atomkraftwerk Ooi werde wegen eines Zwischenfalls vorerst vom Netz genommen.
Bislang ist offenbar noch keine Entscheidung darüber gefallen, ob eines der stillgelegten Atomkraftwerke als Reserve am Netz bleiben soll. Die Bundesnetzagentur widersprach am Mittwoch der Darstellung, sie wolle ein Atomkraftwerk als sogenannte Kaltreserve zur Überbrückung von Stromengpässen nutzen.
Der deutsche Bundesrat hat heute die von der Regierung vorgestellten Pläne zum Atomausstieg abgesegnet. Für die endgültige Durchführung fehlt jetzt nur noch die Unterschrift des Bundespräsidenten. Lesen Sie im folgenden die wichtigsten Punkte des Beschlusses:
Der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, hat davor gewarnt, die ehrgeizigen Vorgaben für den Ausbau der Energienetze zu zerreden. Das könnte eine deutliche Verlängerung der Umsetzung zur Folge haben, sagte Kurth am Mittwoch im Interview der Nachrichtenagentur dapd.Strompreise vergleichen
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