Europaweit

Deutschland will neue Standards für Elektromobilität

Am Dienstag haben sich Vertreter des Wirtschaftsministeriums beim informellen Rat für Wettbewerbsfähigkeit im spanischen San Sebastián auf europäischer Ebene für das Thema Elektromobilität stark gemacht. Bei diesen Fahrzeugen soll derselbe Sicherheits- und Komfortstandard wie bei herkömmlichen Autos gelten.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Dazu Dr. Bernd Pfaffenbach, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi): "Elektromobilität wird sich durchsetzen, wenn die beteiligten Wirtschaftszweige, Wissenschaft und Politik an einem Strang ziehen. Die Europäische Union kann dabei eine wichtige Rolle spielen, indem sie Initiativen auf den Weg bringt, die im globalen Mobilitätsmarkt von einem Mitgliedstaat alleine nicht zu erreichen sind. Gerade in Fragen der Normung und Standardisierung muss schnell eine europäische Einigung herbeigeführt werden. Dafür wird sich die Bundesregierung nach Kräften einsetzen."

In San Sebastian diskutierten die EU-Mitgliedstaaten europäische Initiativen zur Förderung der Elektromobilität. Die spanische EU-Ratspräsidentschaft hatte dazu vorgeschlagen, sich auf europäischer Ebene über nationale Maßnahmen auszutauschen und abzustimmen. Zudem soll die EU-Kommission eine europäische Strategie zur Realisierung elektrisch angetriebener Mobilität entwerfen. Deutschland unterstützt das Anliegen der spanischen Präsidentschaft.

Neben den nötigen Verbesserungen bei der Batterietechnik, die weltweit mit großer staatlicher Unterstützung erforscht wird, gehört die Normung und Standardisierung aus Sicht des Ministeriums zu den dringlichsten Aufgaben. Beim Elektroauto soll derselbe Sicherheits- und Komfortstandard wie bei herkömmlichen Fahrzeugen gelten. Das BMWi will seine Vorarbeiten in diesem Bereich in den nächsten Monaten in die europäische Diskussion einbringen.