Deutsch-Britische Klimakonferenz

Deutschland und Großbritannien verstärken gemeinsame Klimaschutzforschung

An der gemeinsamen Forschungsagenda sollen alle wichtigen Forschungseinrichtungen und Förderorganisationen beider Länder mitwirken. Gemeinsam sollten Schwerpunktthemen definiert werden, die auf bereits vorhandenen Aktivitäten in wissenschaftlichen Exzellenzzentren aufbauten.

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Berlin (red) - Deutschland und Großbritannien werden ihre Zusammenarbeit in der Klimaforschung ausbauen. Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn sagte gestern auf der deutsch-britischen Klimakonferenz: "Deutschland und Großbritannien sind die europäischen Vorreiter im Klimaschutz. Wir sind gemeinsam der Auffassung, dass die Forschungsanstrengungen verstärkt werden müssen, um den Herausforderungen des Klimawandels wirksam begegnen zu können." Gemeinsam mit ihrem britischen Kollegen Lord Sainsbury will sie dazu in den nächsten Wochen ein "Memorandum of Understanding" unterzeichnen.

Bulmahn begrüßte es vor den 180 Teilnehmern der Konferenz, die anlässlich des Besuchs der Queen in Deutschland organisiert wurde, dass das 1997 geschlossene Kyoto-Protokoll über die Reduktion von Treibhausgasen durch die Ratifizierung Russlands nun endlich in Kraft treten könne. "Großbritannien und Deutschland gehören bei der Einhaltung der EU-Verpflichtungen für Kyoto zu den europäischen Motoren. Unsere beiden Länder konnten ihre Emissionen deutlich reduzieren. 2002 lagen in Großbritannien die Werte um 15 Prozent unter dem Niveau von 1990, in Deutschland sogar um 19 Prozent. Trotz dieser Erfolge dürfen wir uns nicht mit dem Erreichten zufrieden geben."

An der gemeinsamen Forschungsagenda würden alle wichtigen Forschungseinrichtungen und Förderorganisationen beider Länder mitwirken. Gemeinsam sollten Schwerpunktthemen definiert werden, die auf bereits vorhandenen Aktivitäten in wissenschaftlichen Exzellenzzentren aufbauten. In diesem Zusammenhang nannte Bulmahn die bestehende Kooperation zwischen dem britischen Hadley-Zentrum in Exeter und dem deutschen Klimarechenzentrum (DRKZ) in Hamburg.

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