Ein- und Ausfuhren

Deutschland exportiert mehr Strom als es importiert

Die Bundesrepublik hat im ersten Halbjahr mehr Strom ins Ausland geliefert als von dort importiert. Zwar hat sich nach Fukushima und dem darauf folgenden Abschalten von acht Altmeilern der Überschuss der Ausfuhren verringert, doch unter dem Strich bleibt Deutschland klar Strom-Exporteur.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Wiesbaden (afp/red) - Trotz des endgültigen Endes für acht deutsche Atomkraftwerke nach der Nuklearkatastrophe in Japan im März überstiegen die deutschen Stromexporte mit 27,9 Terawatt-Stunden (TWh) die Importe noch um fast 17 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Eine Terawatt-Stunde entspricht einer Milliarde Kilowattstunden.

Nach wie vor Überschuss an Stromlieferungen

Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum sei der Exportüberschuss in der Handelsbilanz aber deutlich gesunken: So sei die Einfuhrmenge im Vergleich zum ersten Halbjahr 2010 um 4,8 TWh gestiegen, das macht ein Plus von 25 Prozent aus. Gleichzeitig hat sich die Exportmenge um rund zwei TWh verringert, was einem Minus von sieben Prozent entspricht.

Den meisten Strom aus Frankreich und Tschechien

Die größten Strommengen hätten von Januar bis Juni Frankreich (10,4 TWh) und die Tschechische Republik (5,6 TWh) in die deutschen Netze eingespeist. Die beiden wichtigsten Abnehmer für Strom aus Deutschland seien Österreich (7,8 TWh) und die Schweiz (7,6 TWh) gewesen.