Überschuss steigt

Deutschland bleibt Strom-Exporteur - mit Abstand

Im Jahr 2012 war Deutschland wie schon in den sechs vorangegangenen Jahren per Saldo ein Stromexportland - die wichtigsten Abnehmer sind die Niederlande, Österreich und die Schweiz. Interessant: Im Vergleich zum Jahr 2011, als nach Fukushima acht Atommeiler vom Netz gingen, vervierfachte sich der Ausfuhrüberschuss nahezu.

Strommast© Bernd Boscolo / pixelio.de

Wiesbaden (AFP/red) - Der Stromexport von Deutschland in andere Länder war im vergangenen Jahr erneut höher als der Import nach Deutschland. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag unter Berufung auf die vier großen Übertragungsnetzbetreiber mitteilte, wurden 2012 insgesamt 43,8 Terawattstunden (TWh) Strom über die europäischen Netze nach Deutschland eingeführt. Im selben Zeitraum führte Deutschland 66,6 TWh aus. Die größten Strommengen wurden demnach aus den Nachbarländern Frankreich, Dänemark und der Tschechischen Republik eingespeist. Die wichtigsten Abnehmer für Strom aus Deutschland seien die Niederlande, Österreich und die Schweiz gewesen.

1,4 Milliarden Euro Überschuss erzielt

Deutschland exportierte im vergangenen Jahr damit 22,8 TWh Strom mehr als es importierte. Im Vergleich zum Jahr 2011 - dem Jahr des Atomunglücks im japanischen Fukushima - vervierfachte sich dieser Ausfuhrüberschuss nach Angaben der Statistiker nahezu: Damals wurden 6,0 TWh mehr aus- als eingeführt. 2010 habe der Überschuss bei 17,6 TWh gelegen, 2009 bei 14,4 TWh. Im vergangenen Jahr sei damit der höchste Überschuss der vergangenen vier Jahre erzielt worden. Mit Strom erwirtschaftete Deutschland 2012 ein Plus von 1,4 Milliarden Euro.

Quelle: AFP