Versorgungssicherheit

Deutsches Erdgas deckt 20 Prozent des inländischen Bedarfs

Die inländische Erdgasförderung hat im vergangenen Jahr mit 20,2 Milliarden Kubikmetern erneut auf Vorjahresniveau gelegen. Damit konnten gut 20 Prozent des deutschen Erdgasverbrauchs aus inländischen Quellen gedeckt werden. Zudem wurden im vergangenen Jahr 3,7 Millionen Tonnen Erdöl gefördert - 7,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

"Die von den WEG-Mitgliedsunternehmen produzierten Mengen an Erdöl und vor allem Erdgas sind Garanten für eine störungsfreie und sichere Energieversorgung", betonte Gernot Kalkoffen, Vorsitzender des Wirtschaftsverbandes Erdöl- und Erdgasgewinnung (WEG) auf der Jahrespressekonferenz gestern in Hamburg. Gemeinsam mit der Auslandsproduktion belaufe sich die gesamte Primärenergieproduktion deutscher Unternehmen auf über 25 Milliarden Kubikmeter Erdgas und über 22 Millionen Tonnen Erdöl. Das entspricht fast 17 Prozent des deutschen Erdöl- und über 25 Prozent des deutschen Erdgasbedarfs.

Die inländische Erdgasförderung hat im vergangenen Jahr mit 20,2 Milliarden Kubikmetern erneut auf Vorjahresniveau gelegen. Damit konnten gut 20 Prozent des deutschen Erdgasverbrauchs aus inländischen Quellen gedeckt werden. Zudem wurden im vergangenen Jahr 3,7 Millionen Tonnen Erdöl gefördert - 7,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Die aktuellen Ereignisse, sagte Kalkoffen, hätten auf der politischen Tages­ordnung das Thema Versorgungssicherheit wieder ganz nach oben gesetzt. Der Richtlinienvorschlag, den die EU-Kommission hierzu vorgelegt habe, sei aber zu regulatorisch und fange am falschen Ende an. Versorgungssicherheit könne nur hergestellt werden, wenn neue Reserven kostengünstig und sicher für die Verbraucher erschlossen werden könnten. Der WEG-Vorsitzende legte zudem dar, dass die deutsche Erdöl- und Erdgasgewinnungsindustrie im Jahr 2002 insgesamt 361 Millionen Euro Förderabgaben und Förderzinsen aufbringen musste. Zusammen mit der Erdgassteuererhöhung entstehe hier für das heimische Erdgas eine Doppelbelastung. Die Erhöhung von Steuern und Abgaben passe aber nicht in die wirtschaftliche Situation Deutschlands, sagte Kalkoffen, und die einseitige Erdgassteuererhöhung passe nicht zu einer vernünftigen Energiepolitik.