Weltweite Ausschreibung

Deutsche und russische Firmen bauen Rohre für Ostseepipeline

Die deutsche Firma Europipe in Mülheim an der Ruhr und das russische Röhrenwerk OMK Vyksa haben den Zuschlag zur Lieferung der Rohrsegmente für die geplante Ostseepipeline von Russland nach Lubmin erhalten. Damit haben sich beide Unternehmen gegen weitere Bewerber aus Japan durchgesetzt.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Zug/Lubmin (ddp.djn/sm) - Dies teilte die Nord Stream AG zum Abschluss der weltweiten Ausschreibung mit. Für den ersten Strang der insgesamt 1200 Kilometer langen Trasse müssen 1,1 Millionen Tonnen Stahlrohre hergestellt werden. Sie sollen in den Jahren 2008 und 2009 geliefert und mit Spezialschiffen auf dem Ostseegrund verlegt werden. Für die Stahlrohre der zweiten, später geplanten Pipeline soll es eine neue Ausschreibung geben.

Drei Viertel des jetzt vergebenen Auftragsvolumens gingen den Angaben zufolge an den deutschen Hersteller. Experten sehen darin auch eine mögliche Vorentscheidung über den künftigen Vormontageplatz, um den sich neben schwedischen Standorten auch der Industriekomplex Mukran auf der Insel Rügen bewirbt.