Finanzierung unklar

Deutsche Steinkohle AG unterbricht Planungen für Bergwerk Donar

Die DSK hat die Planungen für den Bau des privat finanzierten Steinkohlenbergwerks Donar nördlich von Hamm vorläufig unterbrochen. Das Vorhaben zunächst gestoppt worden, weil nach der Trennung des RAG-Konzerns in einen "weißen" und einen "schwarzen" Bereich die Finanzierung unklar sei.

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Hamm/Herne (ddp.djn/sm) Bislang hatte der RAG-Konzern die Planungen für das Bergwerk aus seinem "weißen" Geschäftsbereich mit den Sparten Energie, Chemie und Immobilien finanziert. Dieser Bereich wird seit Mitte September von der Evonik Industries AG vertreten, der Bergbau firmiert weiter unter dem Begriff RAG. Evonik soll in drei Schritten bis 2012 zu 75 Prozent an die Börse gebracht werden.

Trotz der Unterbrechung der Planungen halte man aber weiter an der Realisierung des Bergwerks bei Hamm fest, wie die Deutsche Steinkohle AG (DSK) mitteilte. Derzeit werde nach einer neuen Lösung zur Sicherung der Finanzierung gesucht.

Das neue Bergwerk sollte ursprünglich etwa 2015 den Betrieb aufnehmen und einen Kohlevorrat von rund 100 Millionen Tonnen Kohle erschließen. Das Vorhaben hatte einen Umfang von rund 800 Millionen Euro und sollte etwa 2500 bis 3000 Arbeitsplätze schaffen. Mit dem Genehmigungsverfahren wurde schon begonnen.