CDM

Deutsche Solarkocher vermeiden Treibhausgase in Indonesien

In Kürze werden 1000 solarbetriebene Kocher des Bonner Klimaschutz e.V. den Brennholzbedarf auf den indonesischen Sabang-Inseln reduzieren. Das soll den Wald vor Ort schützen, für reinere Luft sorgen und binnen sieben Jahren 24 500 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid einsparen.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Dessau (red) - Gleichzeitig profitiert auch Deutschland von dem Projekt: Denn die in Indonesien vermiedenen Emissionen lassen sich auf die deutsche Kohlendioxid-Minderungspflicht nach dem Kyoto-Protokoll anrechnen. Möglich wird das durch den "Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung" (Clean Development Mechanism - CDM). Die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) im Umweltbundesamt stimmt dem "Solar Cooker Project Aceh 1, Indonesia" bereits im Dezember 2005 zu, es ist damit das erste rein deutsche CDM-Projekt.

Neben CDM-Projekten in Schwellenländern und weniger entwickelten Staaten ermöglicht das Kyoto-Protokoll zudem Emissionsminderungsprojekte in anderen Industrieländern - die so genannte "Gemeinsame Umsetzung" (Joint Implementation - JI). Die DEHSt im UBA ist dafür zuständig, die Projekte nach internationalen klimaschutzpolitischen Anforderungen zu prüfen und zu genehmigen. Anträge für CDM-Projekte müssen das Vorhaben detailliert beschreiben und angeben, wie viel Treibhausgase es reduzieren wird.