Konferenz in Dresden

Deutsche Solarindustrie verzeichnet starkes Wachstum

Nach der jüngsten Erhebung des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) erzielten deutsche Solarzellen-Fabriken im ersten Halbjahr 2006 einen Produktionszuwachs von 73 Prozent. Experten gehen nach BSW-Angaben davon aus, dass das Wachstum auch in den nächsten Jahrzehnten anhält.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Dresden (ddp-lsc/sm) - Die Solarwirtschaft wächst nach Branchenangaben in Deutschland doppelt so schnell wie im Ausland. Im ersten Halbjahr hätten die deutschen Solarzellen-Fabriken gegenüber dem Vorjahreszeitraum einen Produktionszuwachs von 73 Prozent verzeichnet, berichtete der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) anlässlich der heute in Dresden beginnenden diesjährigen europäischen Photovoltaikkonferenz mit 2500 Teilnehmern aus 93 Nationen.

"Die Produktion deutscher Solarzellenfabriken wächst doppelt so schnell wie die ausländischer Wettbewerber und hat sich in den letzten drei Jahren versechsfacht", sagte BSW-Geschäftsführer Carsten Körnig. Neben dem Technologievorsprung und stabilen politischen Rahmenbedingungen in Deutschland trügen neue Absatzmärkte zunehmend zum guten Ergebnis bei. Die weitere Erschließung wachsender Auslandsmärkte zähle neben der Kostensenkung zu den wichtigsten Herausforderungen der Branche. Weltweit werde 2006 ein Marktwachstum von fast 25 Prozent erwartet.

Experten gehen nach BSW-Angaben davon aus, dass das Wachstum mit jährlich zweistelligen Wachstumsraten auch in den nächsten Jahrzehnten anhält. Vom weltweit wachsenden Photovoltaikmarkt profitiere neben der Umwelt vor allem die deutsche Wirtschaft. Derzeit entstünden in der Bundesrepublik über zehn neue Solarfabriken. Zusammen mit dem Ausbau bestehender Werke beliefen sich die Investitionen am Standort Deutschland auf über eine Milliarde Euro. Die meisten Neuansiedlungen erfolgten in Ostdeutschland.