Strom-News
Asien holt aufDer Druck auf die deutschen Solarunternehmen wird laut einer Marktstudie trotz des wachsenden Photovoltaik-Marktes weiter zunehmen. Grund dafür sei vor allem die Konkurrenz aus Asien, teilte die Unternehmensberatung Roland Berger am Mittwoch zum Start der Branchenmesse Intersolar in München mit.
München (ddp/red) - Dem weltweiten Wachstum von jährlich rund 35 Prozent stünden ein Überangebot und eine zunehmende Kosteneffizienz gegenüber, die zu einem Preisverfall von bis zu 15 Prozent pro Jahr führe.
"Der Markt für die Photovoltaik-Branche wird immer härter, auch wenn die bevorstehende Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes aktuell zu einer Sonderkonjunktur führt", sagte Roland-Berger-Experte Torsten Henzelmann. "Die deutschen Photovoltaik-Unternehmen haben hohe technologische Kompetenz, sind aber auf das schwierige Marktumfeld nicht ausreichend vorbereitet." Henzelmann erwartet, dass "in den nächsten fünf Jahren nur rund die Hälfte der heute etwa 50 größeren deutschen Solarunternehmen überleben wird".
Wirtschaftsstaatssekretär Detlef Schubert sagte in München: "Investitionen in Forschung halte ich für die wichtigste Strategie der Branche, um auch weiterhin im Wettbewerb bestehen zu können." Sachsen-Anhalt biete mit dem Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik dabei ein weltweit einmaliges Materialanalysezentrum. Schubert zeigte sich überzeugt, dass die Solarenergie auch weiterhin ein Wachstumsmarkt und Sachsen-Anhalt für die Branche ein wichtiger Produktions- und Forschungsstandort bleiben werde.
Laut Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt kommen fast 20 Prozent aller weltweit und 80 Prozent aller in Europa produzierten Solarzellen inzwischen aus dem "Solar Valley" bei Bitterfeld. Dort seien in den vergangenen Jahren rund 3600 Arbeitsplätze entstanden. Derzeit würden rund 110 Hektar Industrieflächen für Neuansiedlungen im Bereich Solarenergie vorbereitet.
Der Newsletter von Strom-Magazin.de
Bekommen Sie kostenlos jeden Mittwoch aktuelle News vom Strom- und Gasmarkt direkt in Ihr Postfach! Jetzt anmelden:
Die Zahl der "Sonnenkirchen" steigt: Auf Kirchendächern in Mitteldeutschland sollen in den kommenden Jahren zunehmend Photovoltaikanlagen errichtet werden. Die Debatte mit den Kritikern ist jedoch nicht immer leicht, und dabei geht es auch um ganz andere Hintergründe als Konservatismus oder Denkmalschutz.
Die Bundesländer haben die Kürzung der Solarförderung vorübergehend gestoppt. Der Bundesrat rief am Freitag den Vermittlungsausschuss an. Die Kürzung der Förderung von Strom aus Sonnenenergie sollte eigentlich zum 1. Juli in Kraft treten.
Heiligt hier der Zweck die Mittel oder nicht? Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) informiert derzeit Gemeinden in Sachsen-Anhalt und Thüringen über die Nutzung von Solaranlagen auf Kirchendächern. Das Thema führt seit Jahren zu erbittertem Streit. Auf zwei Tagungen sollen Vor- und Nachteile nun offen erörtert werden.
Thermische Solaranlagen nutzen die Sonnenwärme zum Aufheizen von Wasser. Sie ermöglichen es Hausbesitzern, den Heizkessel im Sommer meist komplett abzuschalten, teilt die Deutsche Energie-Agentur (dena) in Berlin mit. Die dena hat auch ausgerechnet, wie groß die Anlagen für welche Zwecke sein sollten.
Die Schweizer Firma Panotron stellt erstmals ein Solarsystem vor, das neben Strom auch warmes Wasser erzeugt und außerdem noch ästhetisch aussehen soll. Strom und Wärme sollen somit am Ort des Verbrauchs erzeugt werden. Speziell eingefärbte Ziegel sollen sich auch für denkmalgeschützte Gebäude eignen und flexibal anzupassen sein.Strompreise vergleichen
Einfach Postleitzahl und jährlichen Stromverbrauch in kWh eingeben und günstige Stromtarife finden!