Richtfest

Deutsche Solar plant Produktionsverdoppelung

Die Deutsche Solar AG will die Kapazität zur Produktion so genannter Solarwafer im sächsischen Freiberg bis 2008 nahezu verdoppeln. Für die Herstellung der hauchdünnen Siliziumscheiben, die zu Solarzellen verarbeitet werden, wird derzeit eine neue Fabrik errichtet.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Freiberg (ddp/sm) - Aktuell werde der Fertigungsumfang von 180 auf 220 Megawatt (MW) steigen, sagte Vorstandssprecher Peter Woditsch von der Deutsche Solar AG am Donnerstag anlässlich des Richtfestes. Die derzeitigen Kapazitäten seien aufgrund weltweit gestiegener Nachfrage vollständig ausgelastet. Die Investitionssumme für diesen ersten Ausbauabschnitt betrage 80 Millionen Euro. Dabei kämen selbst entwickelte Maschinen zum Einsatz, auf denen dünnere Wafer als bisher hergestellt werden könnten. Im nächsten Abschnitt würden weitere 80 Millionen Euro für den Ausbau auf 350 MW investiert.

Wie Vorstandssprecher Frank Asbeck vom börsennotierten Mutterkonzern SolarWorld AG sagte, entsprechen 80 Millionen Euro rechnerisch der Summe aller Gewinne der vergangenen Geschäftsjahre. Der nach eigenen Angaben zu den weltweit drei größten Unternehmen der Solarstromindustrie gehörende Konzern setze auf technologische Weiterentwicklung und Mengenvergrößerung.

Die jetzige Investition ist nach Unternehmensangaben das größte Expansionsprojekt von SolarWorld am sächsischen Standort. In Freiberg werden Solarwafer, -zellen und -strommodule auf Siliziumbasis hergestellt. In dieser so genannten integrierten Fertigung waren Ende 2005 etwa 620 Menschen beschäftigt. Durch die Übernahme der Solarstromaktivitäten der Shell-Gruppe mit Standorten in den USA und in Gelsenkirchen zum 1. Juli stieg die Mitarbeiterzahl weltweit auf mehr als 1300.

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